Brennwert
Brennwert (Hs) und Heizwert (Hi) bezeichnen den Energieinhalt eines
Brennstoffs. Der Heizwert bezieht sich dabei auf das Wärmepotential, das
allein auf den trockenen Teil der bei der Verbrennung entstehenden
Verbrennungsgase zurückzuführen ist. Unter Brennwert wird der gesamte
Wärmeinhalt verstanden, der sich aus dem Wärmepotential des trockenen und
feuchten Verbrennungsgases zusammensetzt.
Brennwertkessel
Brennwertkessel werden ebenso wie der Niedertemperaturkessel
temperaturveränderlich zwischen (theoretisch) Raumtemperatur und maximal etwa
80°C betrieben. Folge kann sein, dass der bei der Verbrennung gebildete
Wasserdampf in den Heizgaswegen des Kessels kondensiert. Brennwertkessel
begünstigen diese Wasserdampfkondensation und nutzen so den damit verbundenen
"latenten" Energiegewinn.
Brennwertkessel bieten heute die bestmögliche
Weise der Öl- und Gasverbrennung für Heizzwecke. Wegen des besonders hohen
energetischen Zusatznutzens bei Gas (bis zu 15 % gegenüber dem
Niedertemperaturkessel) kann der Brennwertkessel in Verbindung mit diesem
Brennstoff inzwischen bereits als Standard gelten.
Öl-Brennwertkessel konnten sich wegen des etwa nur halb so großen
energetischen Zugewinns und auch der spürbar höheren Investitionskosten
bislang noch nicht gegen den Niedertemperaturkessel durchsetzen.
Brennwertkessel sind prinzipiell mit Gebläsebrennern ausgestattet, die
Leistung ist meist "modulierend", d. h. zwischen etwa 40 und 100 %
Nennleistung veränderlich. Die Leistungsbandbreite geht bei wandhängenden
Bauformen bis etwa 60 kW - bodenstehend bis zu mehreren Tausend kW.
n Deutschland gilt traditionell der sogenannte
"Heizwert" als Brennstoff-Energiemaßstab. Er gibt die mit dem Brennstoff
freisetzbare Wärmemenge an, allerdings ohne Wasserdampfkondensation. Nimmt man
diese hinzu, ergibt sich der "Brennwert". Durch Bezug auf den Heizwert können
Brennwertkessel kuriose Wirkungsgrade über 100% erreichen.
Beispiel:
Ein Brennwertkessel nutzt 8,5 kWh vom Heizwert und 0,8 kWh an
Kondensationswärme - zusammen 9,3 kWh. Der Nutzungsgrad, bezogen auf den
Heizwert, entspricht 9,3/8,8 = 105,7%.
Der physikalisch korrekte Bezug auf Brennwert würde 9,3/9,8 = 94,9% ergeben.
Brennwerttechnik
Bei der Brennwerttechnik werden die Verbrennungsgase soweit abgekühlt, dass
der in ihnen enthaltene Wasserdampf kondensiert, wodurch ein zusätzlicher
Wärmeanteil frei und damit nutzbar wird.
In der Heiztechnik wird zwischen dem latenten
Wärmeanteil, der die Kondensationswärme darstellt, und dem sensiblen
Wärmeanteil, der sich allein auf das trockene Abgas bezieht, unterschieden.
Bezogen auf den Brennstoff wird das sensible Wärmepotential als Heizwert und
das sensible und latente Wärmepotential zusammen als Brennwert bezeichnet.
Bundesimmissionsschutzverordnung
Die Bundesimmissionsschutzverordnung - auch als Kleinfeuerungsverordnung
bezeichnet - gibt die maximalen Grenzwerte des Abgasverlustes für die
jeweiligen Kesselgrößen vor.
So darf ab diesem Datum ein Heizkessel mit einer Leistung bis 25 Kilowatt
höchstens elf Prozent der eingesetzten Energie über den Schornstein an die
Umgebung abgeben. Bei einem Kessel bis 50 Kilowatt Leistung sind es zehn
Prozent und bei einem Kessel mit einer Leistung von mehr als 50 Kilowatt sogar
nur neun Prozent.
Chemiefreie Wasserbehandlung
Kalk im Wasser ist durchaus nützlich, ja sogar wichtig. Ihn einfach zu
entfernen, etwa durch chemische Enthärtungsverfahren, bedeutet auch, auf seine
Schutzwirkung zu verzichten. Belassen Sie das wertvolle Kalzium ruhig im
Trinkwasser. Moderne Wasserbehandlungs-Techniken wirken auf den vorhandenen
Kalk so ein, dass er sich nicht als schädlicher Kalkstein absetzen kann. Ganz
ohne Chemie. Die Qualität ihres Trinkwassers bleibt in voller Güte erhalten.
Dem Wasser wird nichts hinzugefügt und nichts entnommen. Schließlich ist Ihre
Wasserqualität auch ein Stück Lebensqualität.
Dachintegration
Bei dieser Montagevariante werden statt der Ziegeln beim Dachdecken
Kollektorwannen in die Dachfläche integriert. In diese Wannen lassen sich die
Sonnenkollektoren einklicken. Die Kollektoren sind dann unabhängig von
weiteren Arbeiten - auch zu einem späteren Zeitpunkt - montierbar. Sie bietet
sich bei Neubauten oder bei gleichzeitiger Dachflächenerneuerung an.
Drain-Back-System
Das Drain-Back-System ermöglicht ein automatisches Befüllen und Entleeren der
Solaranlage. D. h., beim Stillstand der Solarkreis-Umwälzpumpe fließt das
Wärmeträgermedium aus den Sonnenkollektoren und den Rohrleitungen in einen
Rückflussbehälter. So wird Einfrieren und Überhitzung vermieden. Als
Wärmeträgermedium kann Wasser eingesetzt werden.
Duoclean MKT
Die Thermoglasur Duoclean MKT, eine spezielle Oberflächenvergütung aus
glasartigem Material, wird auf alle warmwasserberührten Stellen des
Wärmetauschers und der Innenwände eines Buderus-Warmwasser-Speichers
aufgebracht und bei fast 900 °C aufgeschmolzen. Sie sichert die einwandfreie
hygienische Qualität des warmen Wassers.
Durchflusserwärmung
Bei der Durchflusserwärmung wird das Wasser im Moment und nur für die Dauer
der Entnahme erwärmt.
Durchflusserwärmung ist für Einfamilienhäuser und
Etagenwohnungen interessant, wenn jeweils Einzelduschen oder Waschbecken zu
versorgen sind. Für Wannenbäder dürften dagegen die in der Regel deutlich über
10 Minuten liegenden Füllzeiten als wenig komfortabel empfunden werden.
Bei der Leistungsdimensionierung muss
berücksichtigt werden, dass die Zapfrate (Wasserstrom in Liter/Minute), die
Zapftemperatur und die dafür benötigte Erwärmleistung eng miteinander
verknüpft sind. Diese Leistung kann z.B. für das komfortable Füllen einer
Badewanne (innerhalb 10 Minuten) wesentlich größer sein als für die gesamte
Gebäudebeheizung erforderlich ist. Die Dauer der Entnahme - und damit die
Warmwassermenge spielt dagegen keine Rolle. Dies ist insbesondere für die
Dusche von Vorteil, denn die individuelle Duschdauer kann in weitem Bereich
streuen. Weiterhin sind Durchflusserwärmer in beliebig kurzen Zeitabständen
nutzbar. Um die Zapftemperatur während der Entnahme konstant zu halten, muss
die Erwärmleistung auf jede Veränderung der Zapfrate reagieren. Komfortable
Durchflusserwärmung erfordert deshalb hochwertige Regelungstechniken.
Emissionen
Unter Emissionen einer Heizungsanlage versteht man im Allgemeinen
Verbrennungsprodukte, die mit dem Abgas über den Schornstein in die Atmosphäre
gelangen und dort entweder unmittelbar oder über längere Zeiträume wirksam
werden.
Grundsätzlich entstehen bei jedem
Verbrennungsprozess entsprechende Verbrennungsprodukte.
Die Hauptenergieträger der Brennstoffe Heizöl und Erdgas sind Kohlenstoff (C)
und Wasserstoff (H). Sie verbinden sich mit dem Luftsauerstoff zu Kohlendioxid
(CO2) und Wasser (H2O). Abhängig von der Art des Brennstoffes und den
jeweiligen Anteilen an Kohlenstoff und Wasserstoff entstehen unterschiedliche
Mengen an Kohlendioxid und Wasserdampf. Beide Gase sind natürliche
Umweltbestandteile. Allerdings ist ihre Wirkung klimarelevant und deshalb eine
langfristige Freisetzung insbesondere von Kohlendioxid problematisch. Eine
Minderung ist kurzfristig möglich durch Einsatz kohlenstoffarmer Brennstoffe,
vor allem aber durch ökonomischen Brennstoffeinsatz. Bei der Verbrennung
schwefelhaltiger Brennstoffe entsteht das als Verursacher des "sauren Regen"
geltende Schwefeldioxid. Es ist allerdings ein zwangsläufiges
Verbrennungsprodukt, das nur durch Brennstoffeinsparung oder -entschwefelung
beseitigt werden kann.
Als vermeidbare Verbrennungsprodukte gelten Ruß,
Kohlenmonoxid und die Stickoxide. Sie entstehen durch bestimmte
Verbrennungsbedingungen und sind somit beeinflussbar.
Erdgas
Erdgas ist einer der bevorzugten Brennstoffe, die in Deutschland zur Beheizung
eingesetzt werden. Erdgas besteht überwiegend aus der
Kohlenwasserstoffverbindung Methan (CH4). Der Wasserstoffanteil - etwa 20 bis
22 Gewichtsprozent - reagiert bei der Verbrennung zu Wasserdampf, dessen
Kondensationswärme in Brennwertkesseln nutzbar gemacht werden kann.
Für den Brennstoff Erdgas sprechen sehr gute
technologische Vorraussetzungen. Denn Brennstoffe sind nur im gasförmigen
Zustand brennbar. Erdgas wird bedarfsgerecht von einem kommunalen
Versorgungsunternehmen wie z.B. den Stadtwerken über das Versorgungsnetz
bezogen. Durch Wegfall der Bevorratung beim Abnehmer entstehen Platz- und
Kostenvorteile, allerdings wird neben dem Arbeitspreis auch ein Grundpreis
erhoben.
Erdgas wird mit dem Zusatz "LL" und "E" versehen.
Dieser gibt Auskunft über die unterschiedlichen Heiz- und Brennwerte der
beiden Erdgas-Zusammensetzungen. Erdgas LL enthält etwa 81 Volumen-% Methan
(CH4) und Erdgas E um 94 Volumen-%. Die Differenz besteht im Wesentlichen aus
Stickstoff, der an der Verbrennung nicht teilnimmt.
Festbrennstoffe
Zu der Gruppe der Festbrennstoffe gehören Steinkohle, Braunkohle, Koks und
Holz. Vor allem der Einsatz von Holz in Kachelöfen und Kaminen als
Zusatzheizung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. So kann insbesondere in
der Übergangszeit die zentrale Heizungsanlage außer Betrieb bleiben und
während der Heizperiode beliebig zugeheizt werden.
Feste Brennstoffe werden nach ihren natürlichen
und künstlichen Formen unterschieden. Natürliche Festbrennstoffe sind z. B.
Braunkohle, Steinkohle, Torf und Holz. Als künstliche Brennstoffe werden
dagegen die Verarbeitungs- bzw. Veredlungsprodukte der natürlichen
Festbrennstoffe bezeichnet, so z. B. Braunkohlebriketts, Steinkohlebriketts
oder Holzpreßlinge. Je nach ihrer Entstehungsgeschichte und dem
Verarbeitungsprozess haben die Brennstoffe eine unterschiedliche chemische
Zusammensetzung. Chemische Bestandteile der festen Brennstoffe sind
Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H), Sauerstoff (O), Stickstoff (N), Schwefel
(S), Wasser (H2O) und Asche. Steinkohle besitzt von allen Festbrennstoffen den
größten Anteil an Kohlenstoff, während Holz den größten Sauerstoffanteil
aufweist.
Flachdachmontage
Bei der Flachdachmontage werden die Sonnenkollektoren auf Flachdachständern
montiert. Diese wiederum werden auf einer Bautenschutzmatte zum Schutz der
Dachhaut aufgestellt und mit Betonmatten beschwert.
Flachkollektoren
Flachkollektoren bestehen aus dem mit Wärmeträgerfluid gefüllten Absorber in
einem wärmegedämmten, wetterfesten Gehäuse. Der Absorber nimmt die kurzwellige
Sonnenstrahlung auf, setzt sie in Wärme um und leitet sie in den Wärmeträger
ab. Die langwellige Wärmestrahlung des Absorbers wird von der oberen
Glasabdeckung des Kollektors zurückgehalten.
Flachkollektoren können auf verschiedene Arten
montiert werden: in das Dach integriert, auf dem geneigten Dach oder auf dem
Flachdach. Die Dachintegration der Sonnenkollektoren mit "Montagewannen"
bietet sich bei Neubauten oder bei gleichzeitiger Dachflächenerneuerung an.
Statt der Ziegeln werden beim Dachdecken Kollektorwannen in die Dachfläche
integriert. In diese Wannen lassen sich die Sonnenkollektoren einklicken. Die
Kollektoren sind dann unabhängig von den weiteren Arbeiten - auch zu einem
späteren Zeitpunkt - montierbar. Bei Überdach-Anbringung oder auch
Aufdachmontage werden die Kollektoren auf dem Dach befestigt, ohne dabei die
Dachfläche grundsätzlich zu verändern. Bei der Flachdachmontage werden die
Sonnenkollektoren auf Flachdachständern montiert. Diese wiederum werden auf
einer Bautenschutzmatte zum Schutz der Dachhaut aufgestellt und mit
Betonmatten beschwert.
Flüssiggas
Flüssiggas fällt bei der Gewinnung von Erdöl und Erdgas an. Im Wesentlichen
ist es ein Gemisch aus Propan und Butan. Die Brenneigenschaften sind ähnlich
wie die von Erdgas, d.h. gerätetechnisch ist eine Umstellung auf die
verschiedenen Gasarten meist kein Problem. Flüssiggas kommt zum Einsatz, wenn
die gerätetechnischen Eigenschaften der Gasgeräte gewünscht werden, aber
(noch) keine Erdgasversorgung gegeben ist.
Funktionsmodul
Aus einzelnen Funktionsbausteinen (modular) aufgebaute Regelgeräte verfügen
über ein Zentral- und ein Controllermodul, welche die eigentlichen Regelungs-,
Steuerungs- und Überwachungsaufgaben, wie z.B. die Ansteuerung des Brenners,
übernehmen. Um die Regelung den Gegebenheiten der Heizungsanlage (Einbindung
einer Solaranlage, zusätzlicher Heizkreis für eine Fußbodenheizung)
anzupassen, können ergänzend Funktionsmodule mit entsprechenden
Regelfunktionen eingesetzt werden.
Gasbrenner
Gasbrenner sind Bestandteil des Gasheizkessels. Sie können grundsätzlich in
Gebläsebrenner und in atmosphärische Brenner, die üblicherweise ohne Gebläse
arbeiten, unterteilt werden.
Der Vorzug von Gebläsebrennern ist die Möglichkeit
auch bei unterschiedlichen Druckverhältnissen stabile Verbrennungsergebnisse
zu realisieren. Atmosphärische Brenner ohne Gebläse sind dagegen sehr leise
und benötigen weniger elektrische Hilfsenergie. Gebläsebrenner werden auch als
Diffusionsbrenner bezeichnet. Atmosphärische Brenner zählen zu den
Vormischbrennern. Der Unterschied dieser beiden Ausführungen liegt vor allem
darin, dass beim Vormischbrenner die Vermischung von Gas und Luft örtlich
getrennt von der Zündstelle stattfindet, während dies beim Diffusionsbrenner
an der selben Stelle geschieht. Die heute bei Heizkesseln mit kleinerer und
mittlerer Leistung überwiegend eingesetzten atmosphärischen Brennern arbeiten
nach dem Venturiprinzip. D.h., dass das Verbrennungsgas durch eine Düse in ein
speziell geformtes Rohr, das Venturirohr, geblasen wird. Beim Ausströmen aus
der Düse bzw. Einströmen in das Venturirohr wird Verbrennungsluft angesaugt.
Auf diese Weise wird der Vormischeffekt von Gas und Luft erzielt. Das Gemisch
strömt anschließen in einen Brennstab, wo es durch ein Perforationsfeld
austritt und gezündet wird. Die Entwicklung des atmosphärischen Brenners ist
von der Minimierung der Stickoxid(NOX)-Emissionen geprägt. Dies gelang bis
Ende der achtziger Jahre zunächst durch vermehrten Einsatz von Kühlstäben und
mehrstufige Brennerausführungen. Die Basis für den schadstoffarmen Heizbetrieb
ist heute das Prinzip der vollständige Vormischung. Dabei wird das
Verbrennungsgas schon vor der Verbrennung vollständig mit der für den
Verbrennungsprozess notwendigen Luftmenge vermischt.
Gebäude-Wärmeverluste
Die Innenwärme der Räume fließt zum großen Teil als "Transmissionsverlust"
über die Umfassungsfläche des Gebäudes ab. Dazu kommt der "Lüftungsverlust".
Er entsteht über den aus hygienischen Gründen, aber auch durch gebäudeseitige
Undichtigkeiten bewirkten, Luftaustausch.
Nachträgliche Dämm-Maßnahmen am Gebäude werden in
erster Linie für Baujahre vor 1982 überlegenswert sein. Wirkungsvoll sind
Maßnahmen an großen Flächen mit großen Temperaturgegensätzen zwischen der
Innen- und Außenseite. Dazu gehören Außenwände, große Fensterflächen, die
Decke zum unbeheizten Dachraum und Dachschrägen, wenn der Dachraum ausgebaut
ist. Große Temperaturgegensätze zeigen die gegen Außenluft temperierten
Bauteile, weniger große die gegen Erdreich grenzenden, sowie Zwischenwände bei
unterschiedlich temperierten Räumen. Die Brennstoffeinsparung durch
wärmedämmende Maßnahmen an außenluftberührten Flächen ist über die
Verbesserung der Wärmedurchgangszahl (k-Zahl) rechnerisch leicht abzuschätzen.
Beispielberechnung
Eine Außenwand mit k = 1,15 W/(m²×K), bestehend aus 30 cm Hochlochziegel mit
1,5 cm Innen- und 2 cm Außenputz, wird mit 6 cm Mineralwolle gedämmt. Damit
verbessert sich die Wärmedurchgangszahl auf k = 0,4 W/(m²×K) und die
Brennstoffeinsparung beträgt ca. (1,15 - 0,4) × 9 = 6,8 Liter Heizöl je
Quadratmeter gedämmte Fläche und Jahr.
Grundkachelofen
Der Grundkachelofen wird hauptsächlich zur Beheizung eines einzelnen Raumes
eingesetzt. Er gibt seine Wärme überwiegend in Form von Strahlung ab. Die
Funktionsbestandteile des Grundkachelofens sind der aus Schamotte gefertigte
Brennraum, die Heizgaszüge - ebenfalls aus Schamotte - und die Verkleidung
(Kacheln).
Kennzeichnend für den Grundkachelofen ist die
große Wärmespeichernde Masse der Schamottesteine. Die Anordnung der Steine
bildet die Heizgaszüge, durch die Heizgase strömen und dabei ihre Wärme an
diese abgeben. Über die Kachelfläche wird die Wärme an den umgebenden Raum
abgestrahlt. Je nach Ausführung dauert es bis zur vollen Abgabe gespeicherter
Wärme zwischen zwei und vier Stunden. Die Brennstoffe Holz und
Braunkohlebriketts werden mit über 70% Wirkungsgrad in Wärme umgesetzt.
Heizarbeit
Das Produkt aus Heizleistung (kW) bei bestimmten Außentemperaturen und deren
Stundenhäufigkeit (h) ergibt die Heizarbeit (kWh). Sie repräsentiert den
Brennstoffverbrauch. Für die heiztechnische Optimierung ist der
Temperaturbereich zwischen +15°C und -5°C besonders wichtig, da dieser mit 87%
den größten Anteil am Jahres-Brennstoffbedarf aufweist.
Heizgrenze
Das Bedürfnis nach Heizwärme entsteht, wenn die mittlere
Tages-(Außen)temperatur für mehrere Tage unter etwa +15°C absinkt. Diese
Temperatur bildet die Heizgrenze.
Heizkessel
Im Heizkessel wird die Brennstoffenergie in nutzbare Wärme umgesetzt und an
das Kesselwasser übertragen. Moderne Kessel sind eine Funktionseinheit (Unit),
bestehend aus dem Kesselkörper mit Wärmetauscherflächen, Brennraum und
Wasserfüllung, dem Öl- oder Gasbrenner sowie der regeltechnischen Ausstattung.
Bodenstehende Heizkessel und solche mit
Verbrennungsluft-Versorgung direkt aus der Umgebung benötigen in der Regel
einen eigenen Heiz- oder Technikraum für ihre Aufstellung. Ab 50 kW
Wärmeerzeugerleistung muss dieser auch eine Reihe von Auflagen erfüllen.
Wandhängende Geräte können wahlweise raumluftunabhängig und damit auch
innerhalb des Wohnbereichs installiert werden. Sie sind außerordentlich
flexibel einsetzbar und machen einen eigenen Heizraum und sogar Schornstein
überflüssig. Allerdings bietet ein Heizraum, wie auch der Schornstein,
Vorzüge, die insbesondere auf längere Sicht sehr wertvoll sein können. So sind
kostengünstige raumluftabhängige Wärmeerzeuger beliebiger Brennstoffarten
einsetzbar. Bei raumluftunabhängig betriebenem Wärmeerzeuger ist der
Aufstellraum auch anderweitig, z.B. als Hobbyraum, nutzbar. Auch bietet der
Aufstellraum den Vorteil, dass eventuell gewünschten, solaren
Systemerweiterungen keine Grenzen gesetzt sind. Hinzu kommt, dass hier weder
Geräuschentwicklungen noch Servicearbeiten am Heizkessel stören.
Heizkreis
Ein oder mehrere Heizkörper bilden mit den dazugehörigen Komponenten wie
Pumpe, usw. einen Heizkreis - gleiches gilt auch für die Fußbodenheizung. So
werden z. B. beim Einfamilienhauses, in welchem sowohl Heizkörper als auch ein
Fußbodenheizungssystem zum Einsatz kommen, die Heizkörper zu einem Heizkreis
zusammengefasst und die Fußbodenheizung, die mit niedrigeren Temperaturen
betrieben wird, zu einem zweiten Heizkreis.
Heizkurve
Um an kalten Tagen mehr Heizleistung übertragen zu können, müssen die
Heizkörper höher temperiert sein als an milden Tagen. Dieser Zusammenhang von
Außentemperatur und Heizflächentemperatur wird als "Heizkurve" bezeichnet.
Heizleistung
Die erforderliche Heizleistung ist bei durchgehender Beheizung im Wesentlichen
abhängig von der jeweiligen (aktuellen) Außentemperatur. Die Heizungsanlage,
insbesondere die Kesselleistung, wird nach dem Bedarf der kältesten Tage
dimensioniert. Dazu kommen evtl. Zuschläge für die Warmwasserbereitung und für
unterbrochenen Heizbetrieb. Die Brennerleistung kleinerer Kessel ist häufig
unveränderlich auf den höchsten Bedarf ausgelegt. Bei geringerem Bedarf
erfolgt die Leistungsanpassung über Brenner-Ein/Aus-Schaltungen. Zunehmend
setzen sich Brenner mit veränderlicher, - "modulierender" - oder auch
gestufter Leistung durch.
Heizwert
Brennwert (Hs) und Heizwert (Hi) bezeichnen den Energieinhalt eines
Brennstoffs. Der Heizwert bezieht sich dabei auf das Wärmepotenzial, das
allein auf den trockenen Teil der bei der Verbrennung entstehenden
Verbrennungsgase zurückzuführen ist. Unter Brennwert wird der gesamte
Wärmeinhalt verstanden, der sich aus dem Wärmepotential des trockenen und
feuchten Verbrennungsgases zusammensetzt.
Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung der
Brennstoffe, weisen diese unterschiedlich hohe Brenn- und Heizwerte auf. Beide
werden in der Regel bei festen Brennstoffen in Kilowattstunde pro Kilogramm
(kWh/kg), bei flüssigen Brennstoffen in Kilowattstunde pro Liter (kWh/ltr.)
und bei gasförmigen Brennstoffen in Kilowattstunde pro Kubikmeter (kWh/m³)
angegeben.
Heizöl
Heizöl gehört wie Erdgas zu den bevorzugt eingesetzten Brennstoffen in
Deutschland. Heizöl besteht überwiegend aus Kohlenstoff. Der Wasserstoffanteil
ist mit 13 bis 16% (Gewichts ) niedriger als der von Erdgas. Folglich wird bei
der Verbrennung weniger Wasser(dampf) gebildet und der Unterschied zwischen
Brennwert und Heizwert ist entsprechend geringer.
Als leitungsungebundener Brennstoff ist Heizöl
prinzipiell überall einsetzbar. Preisvorteile entstehen durch freie Wahl des
Händlers sowie Einkauf in größeren Mengen. Ebenso wie Erdgas hat Heizöl sehr
gute Voraussetzungen für einen weitgehend umweltschonenden Einsatz. Die
Verwendung von flüssigem Brennstoff wie Heizöl setzt jedoch voraus, dass
dieser erst in die gasförmige Phase überführt wird, um anschließend mit dem
Luftsauerstoff zu reagieren. Das Öl wird unter hohem Druck durch eine Düse
gepresst, in Rotation versetzt und so in feinste Tröpfchen zerrissen. Über ein
Gebläse wird die benötigte Verbrennungsluft zugeführt. Die Zündung des
Luft-Gas-Gemisches erfolgt beim Brennerstart über Zündelektroden, während der
Brennerlaufzeit durch die Flamme selbst.
Holzbrennstoffe
Holz ist ein regenerierbarer, natürlicher Brennstoff. Voraussetzung für seine
effiziente Energieausnutzung ist, dass er lufttrocken verheizt wird. Dazu sind
etwa 2 Jahre trockene Lagerung notwendig. Je nach Holzart unterscheiden sich
die Heizwerte der Hölzer. So haben Nadelhölzer einen Heizwert von ca. 4,5
kWh/kg und Laubhölzer ca. 4,1 kWh/kg.
Kachelofen
Kachelöfen werden vom Kachelofensetzer individuell geplant und errichtet. Je
nach System kann der Kachelofen zur Beheizung eines Raumes oder eines
Wohnhauses und/oder in Verbindung mit einem Warmwasser-Speicher zur
Trinkwassererwärmung dienen. Von der Funktion her ist zwischen dem
Grundkachelofen und dem Warmluftkachelofen zu unterscheiden.
Kaminofen
Kaminöfen sind industriell gefertigte Öfen mit Verkleidungen aus Stahlblech,
Kacheln oder Speckstein. Als Brennstoff werden überwiegend feste Brennstoffe
und in Einzelfällen Öl oder Gas verwandt. Da Kaminöfen transportabel sind,
eignen sie sich auch für Mietwohnungen.
Kohlebrennstoffe
Im Bereich der Kachelöfensysteme sind Braun- und Steinkohlebriketts sowie Koks
die gebräuchlichsten Kohlebrennstoffe - mit Schwergewicht auf
Braunkohlebriketts. Koks und Steinkohlebriketts führen zu hoher
Temperaturbelastung und erfordern eine entsprechende Geräteeignung.
Kombispeicher
Kombispeicher bestehen aus zwei Speichern, einem Pufferspeicher und einem - im
oberen Bereich des Puffer-Speichers integrierten - Warmwasser-Speicher.
Anstelle des Warmwasser-Speichers kann auch eine Heizspirale integriert sein,
die das Wasser im Durchfluss erwärmt. Einsatzgebiet von Kombispeichern ist z.
B. die kombinierte solare Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung.
Kondenswasser
Beim Betrieb von Heizkesseln entsteht Kondenswasser, wenn der bei der
Verbrennung gebildete Wasserdampf unter die Taupunkttemperatur abgekühlt wird.
Die Beschaffenheit von Kondenswasser aus
Heizkesseln wird in erster Linie von der Zusammensetzung des Brennstoffs sowie
der Art der Verbrennung beeinflusst. Beim Kondensationsvorgang lösen sich
Abgasbestandteile, die das Kondenswasser für gewöhnlich sauer reagieren
lassen. Maßstab hierfür ist der pH-Wert. Als Hauptsäurebildner ist das bei der
Verbrennung entstehende Kohlendioxid zu nennen, das im Kondenswasser zu
Kohlensäure reagiert. Die Entstehung von Stickoxiden, die im Kondenswasser
Salpetersäure bilden können, lässt sich durch optimierte
Verbrennungsbedingungen mit niedrigen Temperaturen minimieren. Das
Vorhandensein von Schwefelsäure wird durch den im Brennstoff enthaltenen
Schwefel bestimmt. Aufgrund der aggressiven Eigenschaft von Säuren, lassen
sich im Kondenswasser je nach Säurestärke und entsprechend verarbeiteten
Materialien ggf. auch Metallkonzentrationen feststellen. Die Menge des beim
Brennwertbetrieb anfallenden Kondenswassers hängt aufgrund des
unterschiedlichen Feuchte- und Wasserstoffgehaltes wesentlich von dem zum
Einsatz kommenden Brennstoff und dem Brennstoffdurchsatz ab. Außerdem spielt
hierbei die Menge und Feuchtigkeit der beim Verbrennungsprozess beteiligten
Luft sowie die erzielbare Abgastemperatur eine Rolle. Für die maximal
erreichbare Kondenswassermenge kann für Gasfeuerungen von 0,14 ltr./kWh und
für Ölfeuerungen von 0,08 ltr./kWh ausgegangen werden.
Luftsprudler (Perlator)
Die Luftsprudler (Perlator) werden meistens an Badezimmerarmaturen eingesetzt.
Sie verhindern das Spritzen des Wassers. Hartes Leitungswasser und
auftretender Schmutz in den Leitungen sorgen dafür das der Wasserhahn anfängt
zu spritzen. Ein kurzes Reinigen oder austauschen des Siebes verhindert dies
im Regelfall.
Lüftungssystem
In modernen Fertighäusern ist die Luftdichtigkeit so gut, dass eine
Lüftungsanlage notwendig wird. Um Wärmeverluste niedrig zu halten, sollte
hierbei eine Wärmerückgewinnung eingesetzt werden, dabei wird die kalte Zuluft
durch die warme Abluft erwärmt.
Lufterhitzer
Ein Lufterhitzer ist ein Bestandteil einer Heizung oder Lüftungsanlage in
welchem die durchströmende Luft erwärmt wird. Die Aufheizung der Luft kann auf
verschiedenen Wegen erfolgen. Es gibt z.B. direkt beheizte Lufterhitzer, an
diesen Geräten ist ein Gas- oder Ölbrenner montiert.
Mischer
Aufgabe des Mischers ist das Vermischen unterschiedlich temperierter
Heizwassers. Z. B. hat das vom Heizkessel kommende Heizwasser eine höhere
Temperatur als für eine Fußbodenheizung benötigt wird. Im Mischer wird dieses
mit dem abgekühlten, zum Heizkessel zurückfließenden, Heizwasser gemischt und
dem Rohrnetz der Fußbodenheizung mit einer entsprechend niedrigeren Temperatur
zugeführt.
Neutralisation
Unter Neutralisation wird die Umwandlung von zumeist sauer reagierenden
Stoffen in einen neutralen Zustand wie z.B. Wasser verstanden. Dazu kommen
entsprechend chemisch reagierende Substanzen zum Einsatz. In der Heiztechnik
betrifft die Neutralisation insbesondere das bei dem Betrieb von
Brennwertkesseln anfallende Kondenswasser.
Kondenswasser aus Brennwertkesseln wirkt aufgrund
der sauren Beschaffenheit korrosionsfördernd. Deshalb sind bei der Ableitung
von Kondenswasser zum Schutz der Abwasseranlagen grundsätzlich die örtlichen
Bestimmungen der kommunalen Abwasserbehörden zu achten. Diese richten sich oft
nach dem Arbeitsblatt ATV – A251, das im Wesentlichen die Zulässigkeit der
Einleitung des Kondenswassers mit und ohne Neutralisationseinrichtung nach der
Kesselleistung differenziert.
Ist eine Neutralisation von saurem Kondenswasser aus Brennwertkesseln
erforderlich, sind die entsprechende Einrichtungen grundsätzlich zwischen dem
Kondenswasseraustritt des Brennwertkessels und dem Anschluss an das
öffentliche Abwassernetz einzubauen. Diese sind mit entsprechenden
Neutralisationsmitteln ausgestattet und werden für kleinere
Kondenswassermengen üblicherweise nach dem Durchlaufprinzip ausgeführt.
In kleineren Neutralisationseinrichtungen sind Granulate die zur Zeit wohl
gebräuchlichsten Neutralisationsmittel. Sie bestehen für gewöhnlich aus
natürlichen Substanzen. Ein gängiges Neutralisationsmittel ist z.B. eine
Granulatmischung aus Magnesiumoxid und –hydroxid, dass u.a. auch bei der
Mörtelbereitung in der Bauindustrie Verwendung findet. Das Material verbindet
sich mit der im Kondenswasser maßgeblich enthaltenen Kohlensäure.
Niedertemperaturkessel
Niedertemperaturkessel werden temperaturveränderlich zwischen (theoretisch)
Raumtemperatur und maximal etwa 80°C betrieben. Niedertemperaturkessel sind so
konstruiert, dass die Kondensation des bei der Verbrennung gebildeten
Wasserdampfs in den Heizgaswegen des Kessels weitgehend vermieden wird.
Niedertemperaturkessel kommen vor allem in
Verbindung mit Heizöl zum Einsatz. Heizöl bildet bei der Verbrennung weniger
Wasserdampf als Erdgas, entsprechend geringer ist der energetische Zugewinn
durch Brennwertnutzung. Öl-Brennwertkessel konnten sich deshalb noch nicht so
durchsetzen wie Gas-Brennwertkessel.
Die Leistungsbandbreite geht als Guss- oder Stahlkonstruktion von etwa 17 kW
bis zu mehreren Tausend kW. Durch konstruktive Maßnahmen, z.B. spezielle
interne Wasserleittechniken, (Thermostream-Prinzip) wird die schädliche
Kondensatbildung vermieden.
Der "Norm-Nutzungsgrad" (nach DIN 4702/8 messtechnisch ermittelt) erreicht,
auf Heizwert bezogen, Werte bis um 95%. Auf Brennwert bezogen sind dies etwa
86%.
Niedertemperaturtechnik
Moderne Heizkessel arbeiten heute nach dem Niedertemperaturprinzip. D.h., ihre
Betriebstemperatur wird dem Wärmebedarf des Gebäudes in Abhängigkeit von der
Außentemperatur angepasst.
Offene Kaminsysteme
Offene Kaminsysteme unterscheiden sich durch ihre Feuerraumgestaltung und ihre
Verkleidung (Marmor, Speckstein, verputzte oder gekachelte Flächen).
Entsprechend der Feuerraumgestaltung unterteilen sich die offenen Kaminsysteme
in offene Kamine ohne oder mit Heizeinsatz und in Heizkamine.
Offene Kamine besitzen einen handwerklich
errichteten Brennraum aus Schamottesteinen und werden mit offenem Brennraum
betrieben. Die Wärmeabgabe erfolgt allein durch die Strahlungswärme des
Brennraums.
Der thermische Wirkungsgrad ist bei Einsatz des Brennstoffes Holz mit ca. 10
bis 20 % relativ gering. Offene Kamine benötigen einen eigenen Schornstein.
Bei diesem Kaminsystem ist in den offenen Kamin ein industriell gefertigter
Kamineinsatz aus Grauguss oder Stahl integriert. Der Betrieb ist sowohl bei
geöffneten als auch bei geschlossenen Sichtfensterscheiben möglich.
Bei offenem Brennraum wird Holz als Brennstoff eingesetzt. Der Wirkungsgrad
erreicht etwa 30%. Bei geschlossener Betriebsweise können auch
Braunkohlebriketts verheizt werden. Der Wirkungsgrad übersteigt 60%.
Grundsätzlich erfolgt die Wärmeabgabe durch Strahlung aus dem Brennraum und
Konvektion.
Wegen der relativ geringen Wirkungsgrade dürfen gemäß der 1. Verordnung zur
Durchführung des Bundesimmisionsschutzgesetzes (1. BlmSchV) alle offenen
Kamine nur gelegentlich betrieben werden.
Wie auch beim offenen Kamin mit Kamineinsatz ist in den Heizkamin ein
Kamineinsatz - allerdings mit selbstschließender Tür - integriert. Das heißt,
Heizkamine können nur mit geschlossenem Brennraum betrieben werden. Sie
unterliegen dafür aber nicht der Beschränkung auf gelegentlichen Betrieb.
Als Brennstoffe können je nach Zulassung Holz und schwarze Brennstoffe wie
Braunkohlebriketts eingesetzt werden. Ihre Wärme geben sie in Form von
Strahlung und Konvektion mit einem Wirkungsgrad von über 70 % ab.
Eine Sonderform des Heizkamins ist der wasserführende Einsatz, mit dem
zusätzlich zur Beheizung eines Raumes auch die Bereitstellung von Warmwasser
möglich ist.
Ölbrenner
Bei Ölbrennern kann aufgrund der Flammenfärbung grundsätzlich zwischen Gelb-
und Blaubrennern unterschieden werden. Blaubrenner weisen durch die nahezu
vollständige Ölvergasung eine besonders saubere Verbrennung auf. Beim
Gelbbrenner ist die Flammenfärbung auf glühende Kohlenstoffpartikel
zurückzuführen. Eine Weiterentwicklung des Gelbbrenners stellt der
Transparentbrenner dar.
Das Grundprinzip moderner Ölbrenner beruht auf der
möglichst vollständigen Ölzerstäubung. Das Öl wird dabei zunächst vorgewärmt
und dann durch eine Düse gedrückt, wobei es in Rotation versetzt wird und in
feinste Öltröpfchen zerstäubt. Es entsteht ein Ölnebel, der hinter der Düse
einen breiten Kegel bildet. Diesem wird zum einen Verbrennungsluft sowie heiße
Heizgase zugeführt. Dadurch verdampft das Öl und es entsteht ein
Gas-Luft-Gemisch, das nach Zündung verbrennt. Blaubrenner arbeiten dabei mit
einem höheren Gebläsedruck was im Gegensatz zu Gelb- bzw. Transparentbrennern
zu einer intensiveren Rückführung von Heizgasen aus der Verbrennungszone
führt. Dadurch wird eine nahezu vollständige Ölverdampfung und eine praktisch
rückstandslose Verbrennung erreicht.
pH-Wert
Das Maß der Säurehaltigkeit von Flüssigkeiten wird im Allgemeinen mit dem
pH-Wert ausgedrückt. Neutrale Flüssigkeiten wie Wasser ist ein pH-Wert von 7
zugewiesen. Stoffe mit niedrigerem pH-Wert werden als sauer, Stoffe mit
höherem pH-Wert als basisch bezeichnet.
Raumluftabhängige Betriebsweise
Bei raumluftabhängiger Betriebsweise wird die für die Verbrennung benötigte
Luft dem Heiz- oder Technikraum entnommen. Das ist zulässig, weil diese
Aufstellräume nicht für den ständigen oder längeren Aufenthalt von Personen
vorgesehen sind. Raumluftabhängig betriebene Heizkessel können nicht im
Wohnbereich, wie Küche oder Badezimmer, aufgestellt werden.
Raumluftunabhängige Betriebsweise
Bei raumluftunabhängiger Betriebsweise wird die für die Verbrennung benötigte
Luft dem Heizkessel direkt aus dem Freien zugeführt und nicht dem Aufstellraum
entnommen. Sog. Luft-Abgas-Systeme sind Rohr-in-Rohr-Konzepte: Im Innenrohr
wird das Abgas ins Freie geleitet und in dem Ringspalt zwischen äußerem und
innerem Rohr wird die Verbrennungsluft dem Gerät zugeführt.
Raumtemperaturgeführte Regelung
Die Vorlauftemperatur des Heizmediums wird in Abhängigkeit der Raumtemperatur
eines gewählten Referenzraumes geregelt. Alle auf einen Raum wirkenden
Einflussgrößen, wie z. B. Fremdwärmegewinne durch Sonneneinstrahlung, werden
bei der Raumtemperaturmessung erfasst und bei der Wahl der Vorlauftemperatur
entsprechend berücksichtigt.
Regelung
Die Heizungsregelung hat die Aufgabe, für angenehme und raumindividuelle Wärme
zu sorgen. Je nach Ausstattung regelt sie ein oder mehrere Heizkreise mit
unterschiedlichen Vor- und Rücklauftemperaturen. Auch kann sie die Erzeugung
von Warmwasser oder die regeltechnische Einbindung von Sonnenenergie in das
bestehende Heizsystem koordinieren.
Solaranlage
Die Solaranlage wandelt die Strahlungsenergie der Sonne in Wärmeenergie um, so
dass diese zur Trinkwassererwärmung und/oder zur Heizungsunterstützung genutzt
werden kann. Wesentliche Bestandteile einer Solaranlage sind die
Sonnenkollektoren, der Wärmespeicher, das verbindende Rohrnetz mit Pumpe und
Sicherheitseinrichtungen sowie das Regelsystem. Große Bedeutung kommt dem
Flächenabsorber des Sonnenkollektors zu. Der Absorber ist eine dunkel
eingefärbte Metall- oder Kunststoffplatte mit einem Rohrregister auf dessen
Rückseite.
Durch das Auftreffen von Sonnenstrahlen heizt sich die Absorberfläche und die
im Rohrregister befindliche Wärmeträgerflüssigkeit auf. Die im Absorber
herrschende Temperatur wird von einem Regelgerät erfasst und mit der
Temperatur beispielsweise im Warmwasser-Speicher verglichen. Bei einer
entsprechenden Temperaturdifferenz schaltet die Umwälzpumpe ein. Die erwärmte
Wärmeträgerflüssigkeit wird vom Absorber zum Warmwasser-Speicher gefördert und
die abgekühlte Trägerflüssigkeit vom Warmwasser-Speicher zurück zum Absorber.
Falls die Sonnenenergie nicht ausreicht, um das Wasser im Warmwasser-Speicher
entsprechend zu temperieren, wird die Trinkwassererwärmung über den
konventionellen Heizkessel sichergestellt.
Je nach Verwendung der Solaranlage - ob für Trinkwassererwärmung und/oder
Heizungsunterstützung - kommt anstelle des bivalenten Warmwasser-Speichers ein
Puffer- oder Kombispeicher zum Einsatz.
Für bivalente Solaranlagen gibt es keine bindenden Dimensionierungsregeln, da
das konventionelle System immer ergänzend einspringt. Die Erfahrung zeigt,
dass bei etwa 60% Warmwasserdeckungsanteil die Investitionskosten im
Verhältnis zur solaren Ausnutzung besonders günstig sind.
Als Faustregel kann gelten: Etwa 1,5 m² Kollektorfläche je Person und als
Speichervolumen 50 bis 80 Liter je 1 m² Kollektorfläche.
Solarkreislauf
Der Solarkreislauf besteht im Wesentlichen aus dem gedämmten Rohrnetz mit
Pumpe und Sicherheitseinrichtungen. Alle funktions- und sicherheitsrelevanten
Komponenten des Solarkreislaufs sind in vorgefertigten Baugruppen
(Komplettstation) erhältlich.
Solarspeicher
Je nach Nutzung der gewonnenen Wärme werden Warmwasser-, Kombi- oder
Pufferspeicher eingesetzt.
Bivalente Warmwasser-Speicher finden in der Regel bei solarer
Trinkwassererwärmung und Pufferspeicher bei Heizungsunterstützung Verwendung.
Für die kombinierte Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung eignen sich
Kombispeicher.
Der Speicher bildet die Schnittstelle zwischen dem
Solarsystem und dem konventionellen Heizsystems, das immer dann einspringt,
wenn nicht genügend Solarwärme angeboten wird.
Solarspeicher sind so aufgebaut, dass die erwärmte Solarflüssigkeit durch
einen Glattrohr-Wärmetauscher geleitet wird, der sich in dem Speicher
befindet. Je nach Konstruktion wird die Solarwärme an den gesamten oder an
verschiedene Schichten des Speichers abgegeben.
Die Konstruktion des Thermosiphonspeichers (Schichtenladespeichers) zum
Beispiel gewährleistet, dass im oberen Bereich des Speichers relativ schnell
warmes Wasser mit der gewünschten Temperatur zur Verfügung steht, während die
unteren Bereiche erst nach und nach aufgeheizt werden.
Das Funktionsprinzip des Thermosiphonspeichers beruht darauf, dass in dem
betrachteten Temperaturbereich warmes Wasser eine geringere Dichte hat als
kaltes, daher leichter ist und nach oben steigt.
Beim Thermosiphonspeicher ist um den Solarwärmetauscher ein Wärmeleitrohr
angeordnet. Das Wärmeleitrohr ist unten mit einer Öffnung versehen, durch die
das zu erwärmende Trinkwasser einströmt. Das Wasser erwärmt sich und steigt im
Wärmeleitrohr nach oben, ohne sich mit dem umgebenden kälteren Wasser im
Speicher zu vermischen.
Im oberen Bereich dieses Wärmeleitrohrs sind in regelmäßigen Abständen
Ausströmöffnungen mit temperaturgesteuerten Rückschlagklappen eingesetzt,
durch die das erwärmte Wasser in die Schicht des Speichers mit gleicher
Temperatur gelangt.
Sonnenkollektoren
Es gibt verschiedene physikalische Prinzipien, Sonneneinstrahlung in Wärme
umzuwandeln. Je nach Prinzip unterscheidet sich die Konstruktion des
Sonnenkollektors. Im Wohnbereich zählen Flachkollektoren zu den dominierenden
Bauformen. Sie zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise, ein gutes
Preis-/Leistungsverhältnis und vielfältige Montagevarianten aus.
Taupunkt
Als Taupunkt wird der Zustand von Verbrennungsgasen beschrieben, bei dem diese
vollständig mit Wasserdampf gesättigt sind. Dieser Zustand wird beim Abkühlen
erreicht. Die zugehörige Temperatur ist die Taupunkttemperatur. Eine
Unterschreitung der Taupunkttemperatur führt zur Kondensation des
Wasserdampfes.
Taupunkttemperatur
Als Taupunkt wird der Zustand von Verbrennungsgasen beschrieben, bei dem diese
vollständig mit Wasserdampf gesättigt sind. Dieser Zustand wird beim Abkühlen
erreicht. Die zugehörige Temperatur ist die Taupunkttemperatur. Ein
Unterschreiten der Taupunkttemperatur führt zur Kondensation des
Wasserdampfes.
Thermostatventil
Das Thermostatventil hat die Aufgabe, die Wärmeabgabe eines Heizkörpers durch
mehr oder weniger starkes Drosseln des Heizwasserstroms dem jeweiligen
Raum-Wärmebedarf anzupassen.
Trinkwassererwärmung
In der Heiztechnik wird die Erzeugung von Warmwasser, z. B. zum Duschen oder
Hände waschen, als Trinkwassererwärmung oder Warmwasserbereitung bezeichnet.
Es gibt zwei Möglichkeiten zur Trinkwassererwärmung: die Durchflusserwärmung
oder die Speicherbevorratung.
Unit
Als Unit wird die herstellerseitig aufeinander abgestimmte Funktionseinheit
bestehend aus dem Heizkessel, dem Öl- oder Gasbrenner sowie der
regeltechnischen Ausstattung bezeichnet.
Untergestellter Warmwasser-Speicher
Hier ist der Kessel auf den Speicher gesetzt, so dass die gesamte Einheit
wenig Stellplatzbedarf benötigt. Der Brenner ist für Servicearbeiten bequem
zugänglich und weniger verschmutzungsanfällig. Typische Speichergröße bis 200
Liter.
Überdachmontage
Bei der Überdachmontage - auch Aufdachmontage genannt - werden die
Sonnenkollektoren auf dem Dach befestigt, ohne dabei die Dachfläche
grundsätzlich zu verändern.
Verbrennung
Bei der Verbrennung verbinden sich die brennbaren Bestandteile (z.B.
Wasserstoff und Kohlenstoff) des Brennstoffs mit dem Luft-Sauerstoff. Hierbei
wird Wärme freigesetzt.
Wandhängender Warmwasser-Speicher
Wandhängende Speicher mit bis zu 110 Liter sind in Verbindung mit
Gas-Wandkesseln oder Thermen anzutreffen. Sie eignen sich zur
Gruppenversorgung von Waschbecken mit Dusche. Bei größerem Warmwasserbedarf
sind Gas-Wandkessel auch mit bodenstehenden Speichern nahezu beliebigen
Speicherinhalts kombinierbar.
Warmluftkachelofen
Warmluftkachelöfen eignen sich für die Einzelraumheizung und die Beheizung
mehrerer Räume. Herzstück eines Warmluftkachelofens ist der Heizeinsatz aus
Grauguss oder Stahl. Je nach Brennstoff sind dem Heizeinsatz Nachheizflächen
oder Heizgaszüge aus Keramik oder Stahlblech nachgeschaltet.
Warmwasser-Speicher
Bei autarker, d. h. vom Heizsystem unabhängiger, Warmwasserversorgung kommen
meist elektrisch beheizte Kleinspeicher für Waschbecken oder auch größere
Speicher für die Dusche zum Einsatz. Ist die zentrale Warmwasserversorgung an
den Heiz-Wärmeerzeuger gekoppelt, stehen wandhängende, auf- und untergesetzte
oder nebenstehende Speicher-Bauformen zur Wahl.
Warmwasser-Vorrangschaltung
Die Warmwasser-Vorrangschaltung unterbricht während der Trinkwassererwärmung,
d. h. während der Aufheizung des Warmwasser-Speichers, die Raumbeheizung. Dies
geschieht, in dem die Heizkreis-Umwälzpumpe ausschaltet, die Speicherladepumpe
einschaltet und das Heizwasser auf die erforderliche Temperatur, z. B. 75 °C,
gebracht wird.
Warmwasserbedarf
Mit dem Warmwasserbedarf wird die für den Verbrauch benötigte Menge an
erwärmten Trinkwasser beschrieben. Diese ist neben den individuellen
Gewohnheiten der Personen vor allem von der zu versorgenden Personenanzahl
sowie Art und Anzahl entsprechend installierter Warmwassereinrichtungen bzw. –armaturen
abhängig.
Warmwasserkomfort
Unter Warmwasserkomfort wird verstanden, dass erwärmtes Trinkwasser über einen
vom Benutzer festgelegten Zeitraum in der benötigten Menge mit der gewünschten
Temperatur zur Verfügung steht. Zum Komfort gehört außerdem eine konstante
Wassertemperatur während der Entnahme.
Wartung
Die regelmäßige Prüfung der Heizungsanlage auf einwandfreie Funktion und
Beseitigung der aufgefundenen Mängel wird in der Heiztechnik als Wartung
bezeichnet. Diese sollte einmal jährlich durch den Heizungsfachmann
durchgeführt werden.
Wärmeabgabe von Raumheizflächen
Heizflächen geben ihre Wärme durch Konvektion und Strahlung ab. Konvektiv ist
die Wärmeabgabe, wenn die Raumluft an den Heizflächen vorbeistreicht und sich
dabei erwärmt. Über Strahlung wird die Lufttemperatur nicht direkt
beeinflusst, wohl aber die Temperatur der Raumflächen. Insbesondere durch die
richtige Platzierung der Heizflächen kann die "Kaltstrahlung" von Außenwänden
und Fenstern ausgeglichen werden.
Wärmepumpe
Die Wärmepumpe befördert Wärme aus einem mäßig warmen Medium (Erde, Luft,
Grundwasser) zur Heizung. Umweltschonend, da mit kleinem Energieaufwand
(Strom) viel Heizenergie (typischerweise das drei- bis fünffache) gewonnen
wird.
Wärmeschutzverordnung
In der Wärmeschutzverordnung - oder auch Verordnung über energiesparenden
Wärmeschutz bei Gebäuden genannt - ist der maximal zulässige Wärmebedarf für
Neubauten oder auch für nachträgliche Anbauten an bestehende Häuser
festgelegt.
Wärmeträgermedium
Das Wärmeträgermedium einer Solaranlage hat die Aufgabe, die im Absorber
gewonnene Energie zum Wärmespeicher zu transportieren. Das Wärmeträgermedium
darf nicht umweltschädigend und giftig sein. Es muss vollständig abbaubar und
frostsicher sein.
Wärmeverteilsystem
Über das Wärmeverteilsystem gelangt temperiertes Kesselwasser zu den einzelnen
zu beheizenden Räumen. D. h., sobald die Heizungsanlage in Betrieb genommen
wird, zirkuliert das Heizwasser zwischen Kessel und Heizflächen sowie
bedarfsabhängig zwischen Kessel und Warmwasser-Speicher.
Wasseruhr
Wasseruhren werden in die Hauptleitungen von kaltem und warmen Wasser
eingebaut, um den Wasserverbrauch eines Hauses oder einer Wohnung bestimmen zu
können
Zentralheizung
Zentrale Heizsysteme weisen verschiedene Ausführungsvarianten auf, die aber
immer auf die gleiche Grundform zurückzuführen sind. Diese besteht aus dem
Heizkessel, dem Wärmeverteilsystem, zu dem das Rohrnetz einschließlich aller
notwendigen Aggregate und Armaturen gehört, sowie den Raumheizflächen. Häufig
ist dem Heizkessel auch die Warmwasserbereitung zugeordnet.
