Sanitär & Heizung Meisterbetrieb

 

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Abgasverlust

Der Abgasverlust ist Wärme, die mit den heißen Kesselabgasen zum Schornstein hinausgeht. Er wird vom Bezirksschornsteinfegermeister-/in bei der jährlich durchzuführenden Emissionsmessung ermittelt und als Prozentgröße protokolliert. Da der Abgasverlust nur während der Brennerlaufzeiten auftritt, kann er in seiner Messgröße direkt als Brennstoffverlust verstanden werden.
Beispiel: Bei einem jährlichen Brennstoffverbrauch von 4.000 Liter Heizöl und einem gemessenen Abgasverlust von 12 % entspricht dies 0,12 × 4.000 Liter = 480 Liter.
Der Verlust ist in Wirklichkeit größer. Denn der im trockenen Abgas enthaltene Wasserdampf wird mit seiner Kondensationswärme bei der Messung nicht berücksichtigt. Er bildet einen zusätzlichen "latenten" Wärmeverlust von ca. 11% bei Gas und 6% bei Heizöl. Gemessene 12% Abgasverlust eines Ölkessels sind somit in Wirklichkeit 12 + 6 = 18%. Brennwertkessel nutzen dies als zusätzlichen Energievorteil.

Absorber

 

Der Absorber ist eine dunkel eingefärbte Metall- oder Kunststoffplatte mit einem Rohrregister auf dessen Rückseite. Einfallendes Licht trifft auf die Beschichtung, wird in Wärme umgewandelt und über das Kupferblech an das Wärmeträgermedium im Rohrregister abgegeben.

 

ATV-Arbeitsblatt A251

 

Zum Schutz von Abwasser- und Kläranlagen vor Schädigungen wurde von der Abwassertechnischen Vereinigung e.V. (ATV) im November 1998 das Arbeitsblatt A251 herausgegeben, nach dem sich viele Abwasserbehörden richten. Es definiert Richtlinien für die Kanalisationseinleitung von Kondenswasser u.a. aus Heizkesseln. Nach dem ATV-Arbeitsblatt A251 ist Kondenswasser aus Ölfeuerungen ausnahmslos und aus Gasfeuerungen ab 200 kW generell zu neutralisieren. Kondenswasser aus Gasfeuerungen mit Leistungen kleiner 25 kW wird als unbedenklich eingestuft. Auch für Kondenswasser aus Gasfeuerungen im Leistungsbereich zwischen 25 und 250 kW kann von einer Neutralisation abgesehen werden, sofern ausreichend häusliches Abwasser am selben Übergabepunkt in die Kanalisation fließt. Für Wohn- und Bürogebäude ist dies dann der Fall, wenn der Kondenswassermenge eine Mindestanzahl von Wohnungen bzw. Beschäftigten im Büro gegenübersteht.
 

Aufgesetzter Warmwasser-Speicher

Der Warmwasser-Speicher ist auf den bodenstehenden Kessel gesetzt und benötigt somit keinen eigenen Stellplatz. Kessel und Speicher bieten ein geschlossenes Gesamtbild ohne sichtbare Verbindungsleitungen. Wegen der kurzen Verbindungswege sind die Rohrleitungsverluste minimal.

 

Auskühlverlust

Unter Auskühlverlusten ist die Wärmeabgabe des Heizkessels, der Rohrleitungen und sonstigen Anlagenteilen zu verstehen. Insbesondere bei älteren Heizkesseln übertrifft diese Verlustart bei weitem den Abgasverlust.

Im Gegensatz zum Abgasverlust gibt es zur Feststellung der Auskühlverluste vor Ort kein "amtliches" Messverfahren.
Bei Vorhandensein eines Gas- bzw. Ölmengenzählers lässt sich aber eine einfache Messung vornehmen, die in nebenstehender Grafik für den Brennstoff Gas beschrieben wird.
Temperierte Rohrleitungen können bei ungenügender oder gar vollständig fehlender Wärmedämmung erhebliche Wärmemengen verlieren. So entsprechen beispielsweise bei 75°C Betriebstemperatur die Auskühlverluste einer nicht gedämmten Rohrstrecke NW 25 von 6 m Länge mit Pumpe und 2 Schiebern etwa 550 Liter Heizöl - optimal wärmegedämmt ca. 80 Liter.
Bedeutung von Auskühlverlusten
Auskühlverluste können wegen ihrer permanenten Wirksamkeit eine gewichtige Ursache hohen Brennstoffverbrauchs sein. Sie sollten deshalb besondere Beachtung finden.
Obwohl die Auskühlverluste ebenso wie der Abgasverlust zum Teil dem Gebäude zugute kommen, sind sie als Verlust zu betrachten, denn diese Wärmemengen sind nicht "bedarfsgeregelt", d.h. die fallen an, auch wenn sie gerade nicht, nicht an dieser Stelle oder nicht in dieser Menge gebraucht werden.

 

Außentemperaturgeführte Regelung

Die Vorlauftemperatur des Heizmediums wird in Abhängigkeit der Außentemperatur geregelt. Der Zusammenhang zwischen momentan herrschender Außentemperatur und der zu wählenden Vorlauftemperatur bildet die am Regelgerät eingestellte Heizkennlinie. Sie ordnet jeder Außentemperatur eine Vorlauftemperatur für eine angemessene Wärmelieferung zu.

 

Bivalent heizen

 

Bivalent heizen bedeutet, zwei unterschiedliche Energieträger zu nutzen, beispielsweise ein Kachelofensystem oder eine Solaranlage in Verbindung mit einem Öl- oder Gaskessel.

 

Bivalenter Warmwasser-Speicher

Ein bivalenter Warmwasser-Speicher ist mit zwei Wärmetauschern ausgestattet. Der untere Wärmetauscher ist mit der Solaranlage verbunden und der obere mit dem konventionellen Heizsystem. Falls die Sonnenenergie nicht ausreicht, um das Wasser im Warmwasser-Speicher entsprechend zu temperieren, wird die Trinkwassererwärmung über den Heizkessel sichergestellt.

 

Brennstoffe

Ausgehend von der Marktdominanz handelt es sich dabei in der Regel um Heizöl und Erdgas. Alternativen hierzu sind Flüssiggas, Festbrennstoffe, Fernwärme und elektrischer Strom.

Die Eigenschaften der Brennstoffe wie Heizwert, Brennwert, Wasserdampftaupunkt usw. resultieren aus ihrer chemischen Zusammensetzung. Wesentliche Bestandteile von Erdgas und Heizöl sind die chemischen Grundelemente Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H).

Zusammensetzung in Gew.-% (Heizöl) bzw. Vol.-% (Erdgas) Heizöl Erdgas LL Erdgas E
Kohlenstoff (C) 86    
Wasserstoff (H) 13    
Stickstoff (N) 0,5 14 1
Schwefel (S) 0,3    
Methan (CH4)   82 93
Kohlenwasserstoffe (CxHy)   3 5

 

Bei der Verbrennung verbinden sich die Brennstoff-Bestandteile Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) mit dem Luftsauerstoff (O) zu Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O). Hierbei wird Wärme frei, die etwa zur Hälfte unmittelbar von der Flamme an den Brennraum abgestrahlt wird. Der Rest ist in den heißen Verbrennungsgasen (Heizgasen) einschließlich des dampfförmigen Wassers gespeichert.

Vollständige Brennstoffausnutzung wird erreicht, wenn die Verbrennungsgase bis auf 20°C Bezugstemperatur abgekühlt werden, so dass der Wasserdampf vollständig kondensiert. Die so erzielte Energieausbeute wird als Brennwert bezeichnet. Der gebräuchliche Bewertungs-Maßstab in Deutschland ist jedoch der Heizwert. Dieser gibt die bei vollständiger Verbrennung freiwerdende Wärme ohne Wasserdampf-Kondensation an. Die Differenz zwischen Brennwert und Heizwert entspricht somit der Wasserdampf-Kondensationswärme.

 

  Heizöl Erdgas LL Erdgas E
Brennwert
kWh/kg (Heizöl)
kWh/m3(Erdgas)
12,7 9,8 11,5
Heizwert
kWh/kg (Heizöl)
kWh/m3(Erdgas)
11,9 8,8 10,4
max. Kondenswassermenge
kg/kg (Heizöl)
kg/m3(Erdgas)
1,1 1,4 1,7
Brennwert/Heizwert 1,063 1,107 1,107

 

Brennwert

Brennwert (Hs) und Heizwert (Hi) bezeichnen den Energieinhalt eines Brennstoffs. Der Heizwert bezieht sich dabei auf das Wärmepotential, das allein auf den trockenen Teil der bei der Verbrennung entstehenden Verbrennungsgase zurückzuführen ist. Unter Brennwert wird der gesamte Wärmeinhalt verstanden, der sich aus dem Wärmepotential des trockenen und feuchten Verbrennungsgases zusammensetzt.

 

Brennwertkessel

Brennwertkessel werden ebenso wie der Niedertemperaturkessel temperaturveränderlich zwischen (theoretisch) Raumtemperatur und maximal etwa 80°C betrieben. Folge kann sein, dass der bei der Verbrennung gebildete Wasserdampf in den Heizgaswegen des Kessels kondensiert. Brennwertkessel begünstigen diese Wasserdampfkondensation und nutzen so den damit verbundenen "latenten" Energiegewinn.

Brennwertkessel bieten heute die bestmögliche Weise der Öl- und Gasverbrennung für Heizzwecke. Wegen des besonders hohen energetischen Zusatznutzens bei Gas (bis zu 15 % gegenüber dem Niedertemperaturkessel) kann der Brennwertkessel in Verbindung mit diesem Brennstoff inzwischen bereits als Standard gelten.
Öl-Brennwertkessel konnten sich wegen des etwa nur halb so großen energetischen Zugewinns und auch der spürbar höheren Investitionskosten bislang noch nicht gegen den Niedertemperaturkessel durchsetzen.
Brennwertkessel sind prinzipiell mit Gebläsebrennern ausgestattet, die Leistung ist meist "modulierend", d. h. zwischen etwa 40 und 100 % Nennleistung veränderlich. Die Leistungsbandbreite geht bei wandhängenden Bauformen bis etwa 60 kW - bodenstehend bis zu mehreren Tausend kW.

n Deutschland gilt traditionell der sogenannte "Heizwert" als Brennstoff-Energiemaßstab. Er gibt die mit dem Brennstoff freisetzbare Wärmemenge an, allerdings ohne Wasserdampfkondensation. Nimmt man diese hinzu, ergibt sich der "Brennwert". Durch Bezug auf den Heizwert können Brennwertkessel kuriose Wirkungsgrade über 100% erreichen.
Beispiel:
Ein Brennwertkessel nutzt 8,5 kWh vom Heizwert und 0,8 kWh an Kondensationswärme - zusammen 9,3 kWh. Der Nutzungsgrad, bezogen auf den Heizwert, entspricht 9,3/8,8 = 105,7%.
Der physikalisch korrekte Bezug auf Brennwert würde 9,3/9,8 = 94,9% ergeben.

 

Brennwerttechnik

Bei der Brennwerttechnik werden die Verbrennungsgase soweit abgekühlt, dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf kondensiert, wodurch ein zusätzlicher Wärmeanteil frei und damit nutzbar wird.

In der Heiztechnik wird zwischen dem latenten Wärmeanteil, der die Kondensationswärme darstellt, und dem sensiblen Wärmeanteil, der sich allein auf das trockene Abgas bezieht, unterschieden. Bezogen auf den Brennstoff wird das sensible Wärmepotential als Heizwert und das sensible und latente Wärmepotential zusammen als Brennwert bezeichnet.

 

Bundesimmissionsschutzverordnung

Die Bundesimmissionsschutzverordnung - auch als Kleinfeuerungsverordnung bezeichnet - gibt die maximalen Grenzwerte des Abgasverlustes für die jeweiligen Kesselgrößen vor.
So darf ab diesem Datum ein Heizkessel mit einer Leistung bis 25 Kilowatt höchstens elf Prozent der eingesetzten Energie über den Schornstein an die Umgebung abgeben. Bei einem Kessel bis 50 Kilowatt Leistung sind es zehn Prozent und bei einem Kessel mit einer Leistung von mehr als 50 Kilowatt sogar nur neun Prozent.

 

Chemiefreie Wasserbehandlung

Kalk im Wasser ist durchaus nützlich, ja sogar wichtig. Ihn einfach zu entfernen, etwa durch chemische Enthärtungsverfahren, bedeutet auch, auf seine Schutzwirkung zu verzichten. Belassen Sie das wertvolle Kalzium ruhig im Trinkwasser. Moderne Wasserbehandlungs-Techniken wirken auf den vorhandenen Kalk so ein, dass er sich nicht als schädlicher Kalkstein absetzen kann. Ganz ohne Chemie. Die Qualität ihres Trinkwassers bleibt in voller Güte erhalten. Dem Wasser wird nichts hinzugefügt und nichts entnommen. Schließlich ist Ihre Wasserqualität auch ein Stück Lebensqualität.

 

Dachintegration

Bei dieser Montagevariante werden statt der Ziegeln beim Dachdecken Kollektorwannen in die Dachfläche integriert. In diese Wannen lassen sich die Sonnenkollektoren einklicken. Die Kollektoren sind dann unabhängig von weiteren Arbeiten - auch zu einem späteren Zeitpunkt - montierbar. Sie bietet sich bei Neubauten oder bei gleichzeitiger Dachflächenerneuerung an.

 

Drain-Back-System

Das Drain-Back-System ermöglicht ein automatisches Befüllen und Entleeren der Solaranlage. D. h., beim Stillstand der Solarkreis-Umwälzpumpe fließt das Wärmeträgermedium aus den Sonnenkollektoren und den Rohrleitungen in einen Rückflussbehälter. So wird Einfrieren und Überhitzung vermieden. Als Wärmeträgermedium kann Wasser eingesetzt werden.

 

Duoclean MKT

Die Thermoglasur Duoclean MKT, eine spezielle Oberflächenvergütung aus glasartigem Material, wird auf alle warmwasserberührten Stellen des Wärmetauschers und der Innenwände eines Buderus-Warmwasser-Speichers aufgebracht und bei fast 900 °C aufgeschmolzen. Sie sichert die einwandfreie hygienische Qualität des warmen Wassers.

 

Durchflusserwärmung

Bei der Durchflusserwärmung wird das Wasser im Moment und nur für die Dauer der Entnahme erwärmt.

Durchflusserwärmung ist für Einfamilienhäuser und Etagenwohnungen interessant, wenn jeweils Einzelduschen oder Waschbecken zu versorgen sind. Für Wannenbäder dürften dagegen die in der Regel deutlich über 10 Minuten liegenden Füllzeiten als wenig komfortabel empfunden werden.

Bei der Leistungsdimensionierung muss berücksichtigt werden, dass die Zapfrate (Wasserstrom in Liter/Minute), die Zapftemperatur und die dafür benötigte Erwärmleistung eng miteinander verknüpft sind. Diese Leistung kann z.B. für das komfortable Füllen einer Badewanne (innerhalb 10 Minuten) wesentlich größer sein als für die gesamte Gebäudebeheizung erforderlich ist. Die Dauer der Entnahme - und damit die Warmwassermenge spielt dagegen keine Rolle. Dies ist insbesondere für die Dusche von Vorteil, denn die individuelle Duschdauer kann in weitem Bereich streuen. Weiterhin sind Durchflusserwärmer in beliebig kurzen Zeitabständen nutzbar. Um die Zapftemperatur während der Entnahme konstant zu halten, muss die Erwärmleistung auf jede Veränderung der Zapfrate reagieren. Komfortable Durchflusserwärmung erfordert deshalb hochwertige Regelungstechniken.

 

Emissionen

 

Unter Emissionen einer Heizungsanlage versteht man im Allgemeinen Verbrennungsprodukte, die mit dem Abgas über den Schornstein in die Atmosphäre gelangen und dort entweder unmittelbar oder über längere Zeiträume wirksam werden.

Grundsätzlich entstehen bei jedem Verbrennungsprozess entsprechende Verbrennungsprodukte.
Die Hauptenergieträger der Brennstoffe Heizöl und Erdgas sind Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H). Sie verbinden sich mit dem Luftsauerstoff zu Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O). Abhängig von der Art des Brennstoffes und den jeweiligen Anteilen an Kohlenstoff und Wasserstoff entstehen unterschiedliche Mengen an Kohlendioxid und Wasserdampf. Beide Gase sind natürliche Umweltbestandteile. Allerdings ist ihre Wirkung klimarelevant und deshalb eine langfristige Freisetzung insbesondere von Kohlendioxid problematisch. Eine Minderung ist kurzfristig möglich durch Einsatz kohlenstoffarmer Brennstoffe, vor allem aber durch ökonomischen Brennstoffeinsatz. Bei der Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe entsteht das als Verursacher des "sauren Regen" geltende Schwefeldioxid. Es ist allerdings ein zwangsläufiges Verbrennungsprodukt, das nur durch Brennstoffeinsparung oder -entschwefelung beseitigt werden kann.

Als vermeidbare Verbrennungsprodukte gelten Ruß, Kohlenmonoxid und die Stickoxide. Sie entstehen durch bestimmte Verbrennungsbedingungen und sind somit beeinflussbar.

 

Erdgas

Erdgas ist einer der bevorzugten Brennstoffe, die in Deutschland zur Beheizung eingesetzt werden. Erdgas besteht überwiegend aus der Kohlenwasserstoffverbindung Methan (CH4). Der Wasserstoffanteil - etwa 20 bis 22 Gewichtsprozent - reagiert bei der Verbrennung zu Wasserdampf, dessen Kondensationswärme in Brennwertkesseln nutzbar gemacht werden kann.

Für den Brennstoff Erdgas sprechen sehr gute technologische Vorraussetzungen. Denn Brennstoffe sind nur im gasförmigen Zustand brennbar. Erdgas wird bedarfsgerecht von einem kommunalen Versorgungsunternehmen wie z.B. den Stadtwerken über das Versorgungsnetz bezogen. Durch Wegfall der Bevorratung beim Abnehmer entstehen Platz- und Kostenvorteile, allerdings wird neben dem Arbeitspreis auch ein Grundpreis erhoben.

Erdgas wird mit dem Zusatz "LL" und "E" versehen. Dieser gibt Auskunft über die unterschiedlichen Heiz- und Brennwerte der beiden Erdgas-Zusammensetzungen. Erdgas LL enthält etwa 81 Volumen-% Methan (CH4) und Erdgas E um 94 Volumen-%. Die Differenz besteht im Wesentlichen aus Stickstoff, der an der Verbrennung nicht teilnimmt.

 

Festbrennstoffe

Zu der Gruppe der Festbrennstoffe gehören Steinkohle, Braunkohle, Koks und Holz. Vor allem der Einsatz von Holz in Kachelöfen und Kaminen als Zusatzheizung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. So kann insbesondere in der Übergangszeit die zentrale Heizungsanlage außer Betrieb bleiben und während der Heizperiode beliebig zugeheizt werden.

 

Feste Brennstoffe werden nach ihren natürlichen und künstlichen Formen unterschieden. Natürliche Festbrennstoffe sind z. B. Braunkohle, Steinkohle, Torf und Holz. Als künstliche Brennstoffe werden dagegen die Verarbeitungs- bzw. Veredlungsprodukte der natürlichen Festbrennstoffe bezeichnet, so z. B. Braunkohlebriketts, Steinkohlebriketts oder Holzpreßlinge. Je nach ihrer Entstehungsgeschichte und dem Verarbeitungsprozess haben die Brennstoffe eine unterschiedliche chemische Zusammensetzung. Chemische Bestandteile der festen Brennstoffe sind Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H), Sauerstoff (O), Stickstoff (N), Schwefel (S), Wasser (H2O) und Asche. Steinkohle besitzt von allen Festbrennstoffen den größten Anteil an Kohlenstoff, während Holz den größten Sauerstoffanteil aufweist.

 

Flachdachmontage

Bei der Flachdachmontage werden die Sonnenkollektoren auf Flachdachständern montiert. Diese wiederum werden auf einer Bautenschutzmatte zum Schutz der Dachhaut aufgestellt und mit Betonmatten beschwert.

 

Flachkollektoren

Flachkollektoren bestehen aus dem mit Wärmeträgerfluid gefüllten Absorber in einem wärmegedämmten, wetterfesten Gehäuse. Der Absorber nimmt die kurzwellige Sonnenstrahlung auf, setzt sie in Wärme um und leitet sie in den Wärmeträger ab. Die langwellige Wärmestrahlung des Absorbers wird von der oberen Glasabdeckung des Kollektors zurückgehalten.

Flachkollektoren können auf verschiedene Arten montiert werden: in das Dach integriert, auf dem geneigten Dach oder auf dem Flachdach. Die Dachintegration der Sonnenkollektoren mit "Montagewannen" bietet sich bei Neubauten oder bei gleichzeitiger Dachflächenerneuerung an. Statt der Ziegeln werden beim Dachdecken Kollektorwannen in die Dachfläche integriert. In diese Wannen lassen sich die Sonnenkollektoren einklicken. Die Kollektoren sind dann unabhängig von den weiteren Arbeiten - auch zu einem späteren Zeitpunkt - montierbar. Bei Überdach-Anbringung oder auch Aufdachmontage werden die Kollektoren auf dem Dach befestigt, ohne dabei die Dachfläche grundsätzlich zu verändern. Bei der Flachdachmontage werden die Sonnenkollektoren auf Flachdachständern montiert. Diese wiederum werden auf einer Bautenschutzmatte zum Schutz der Dachhaut aufgestellt und mit Betonmatten beschwert.

 

Flüssiggas

Flüssiggas fällt bei der Gewinnung von Erdöl und Erdgas an. Im Wesentlichen ist es ein Gemisch aus Propan und Butan. Die Brenneigenschaften sind ähnlich wie die von Erdgas, d.h. gerätetechnisch ist eine Umstellung auf die verschiedenen Gasarten meist kein Problem. Flüssiggas kommt zum Einsatz, wenn die gerätetechnischen Eigenschaften der Gasgeräte gewünscht werden, aber (noch) keine Erdgasversorgung gegeben ist.

 

Funktionsmodul

Aus einzelnen Funktionsbausteinen (modular) aufgebaute Regelgeräte verfügen über ein Zentral- und ein Controllermodul, welche die eigentlichen Regelungs-, Steuerungs- und Überwachungsaufgaben, wie z.B. die Ansteuerung des Brenners, übernehmen. Um die Regelung den Gegebenheiten der Heizungsanlage (Einbindung einer Solaranlage, zusätzlicher Heizkreis für eine Fußbodenheizung) anzupassen, können ergänzend Funktionsmodule mit entsprechenden Regelfunktionen eingesetzt werden.

 

Gasbrenner

Gasbrenner sind Bestandteil des Gasheizkessels. Sie können grundsätzlich in Gebläsebrenner und in atmosphärische Brenner, die üblicherweise ohne Gebläse arbeiten, unterteilt werden.

Der Vorzug von Gebläsebrennern ist die Möglichkeit auch bei unterschiedlichen Druckverhältnissen stabile Verbrennungsergebnisse zu realisieren. Atmosphärische Brenner ohne Gebläse sind dagegen sehr leise und benötigen weniger elektrische Hilfsenergie. Gebläsebrenner werden auch als Diffusionsbrenner bezeichnet. Atmosphärische Brenner zählen zu den Vormischbrennern. Der Unterschied dieser beiden Ausführungen liegt vor allem darin, dass beim Vormischbrenner die Vermischung von Gas und Luft örtlich getrennt von der Zündstelle stattfindet, während dies beim Diffusionsbrenner an der selben Stelle geschieht. Die heute bei Heizkesseln mit kleinerer und mittlerer Leistung überwiegend eingesetzten atmosphärischen Brennern arbeiten nach dem Venturiprinzip. D.h., dass das Verbrennungsgas durch eine Düse in ein speziell geformtes Rohr, das Venturirohr, geblasen wird. Beim Ausströmen aus der Düse bzw. Einströmen in das Venturirohr wird Verbrennungsluft angesaugt. Auf diese Weise wird der Vormischeffekt von Gas und Luft erzielt. Das Gemisch strömt anschließen in einen Brennstab, wo es durch ein Perforationsfeld austritt und gezündet wird. Die Entwicklung des atmosphärischen Brenners ist von der Minimierung der Stickoxid(NOX)-Emissionen geprägt. Dies gelang bis Ende der achtziger Jahre zunächst durch vermehrten Einsatz von Kühlstäben und mehrstufige Brennerausführungen. Die Basis für den schadstoffarmen Heizbetrieb ist heute das Prinzip der vollständige Vormischung. Dabei wird das Verbrennungsgas schon vor der Verbrennung vollständig mit der für den Verbrennungsprozess notwendigen Luftmenge vermischt.

 

Gebäude-Wärmeverluste

Die Innenwärme der Räume fließt zum großen Teil als "Transmissionsverlust" über die Umfassungsfläche des Gebäudes ab. Dazu kommt der "Lüftungsverlust". Er entsteht über den aus hygienischen Gründen, aber auch durch gebäudeseitige Undichtigkeiten bewirkten, Luftaustausch.

Nachträgliche Dämm-Maßnahmen am Gebäude werden in erster Linie für Baujahre vor 1982 überlegenswert sein. Wirkungsvoll sind Maßnahmen an großen Flächen mit großen Temperaturgegensätzen zwischen der Innen- und Außenseite. Dazu gehören Außenwände, große Fensterflächen, die Decke zum unbeheizten Dachraum und Dachschrägen, wenn der Dachraum ausgebaut ist. Große Temperaturgegensätze zeigen die gegen Außenluft temperierten Bauteile, weniger große die gegen Erdreich grenzenden, sowie Zwischenwände bei unterschiedlich temperierten Räumen. Die Brennstoffeinsparung durch wärmedämmende Maßnahmen an außenluftberührten Flächen ist über die Verbesserung der Wärmedurchgangszahl (k-Zahl) rechnerisch leicht abzuschätzen.

Beispielberechnung
Eine Außenwand mit k = 1,15 W/(m²×K), bestehend aus 30 cm Hochlochziegel mit 1,5 cm Innen- und 2 cm Außenputz, wird mit 6 cm Mineralwolle gedämmt. Damit verbessert sich die Wärmedurchgangszahl auf k = 0,4 W/(m²×K) und die Brennstoffeinsparung beträgt ca. (1,15 - 0,4) × 9 = 6,8 Liter Heizöl je Quadratmeter gedämmte Fläche und Jahr.

 

Grundkachelofen

Der Grundkachelofen wird hauptsächlich zur Beheizung eines einzelnen Raumes eingesetzt. Er gibt seine Wärme überwiegend in Form von Strahlung ab. Die Funktionsbestandteile des Grundkachelofens sind der aus Schamotte gefertigte Brennraum, die Heizgaszüge - ebenfalls aus Schamotte - und die Verkleidung (Kacheln).

Kennzeichnend für den Grundkachelofen ist die große Wärmespeichernde Masse der Schamottesteine. Die Anordnung der Steine bildet die Heizgaszüge, durch die Heizgase strömen und dabei ihre Wärme an diese abgeben. Über die Kachelfläche wird die Wärme an den umgebenden Raum abgestrahlt. Je nach Ausführung dauert es bis zur vollen Abgabe gespeicherter Wärme zwischen zwei und vier Stunden. Die Brennstoffe Holz und Braunkohlebriketts werden mit über 70% Wirkungsgrad in Wärme umgesetzt.

 

Heizarbeit

Das Produkt aus Heizleistung (kW) bei bestimmten Außentemperaturen und deren Stundenhäufigkeit (h) ergibt die Heizarbeit (kWh). Sie repräsentiert den Brennstoffverbrauch. Für die heiztechnische Optimierung ist der Temperaturbereich zwischen +15°C und -5°C besonders wichtig, da dieser mit 87% den größten Anteil am Jahres-Brennstoffbedarf aufweist.

 

Heizgrenze

Das Bedürfnis nach Heizwärme entsteht, wenn die mittlere Tages-(Außen)temperatur für mehrere Tage unter etwa +15°C absinkt. Diese Temperatur bildet die Heizgrenze.

 

Heizkessel

Im Heizkessel wird die Brennstoffenergie in nutzbare Wärme umgesetzt und an das Kesselwasser übertragen. Moderne Kessel sind eine Funktionseinheit (Unit), bestehend aus dem Kesselkörper mit Wärmetauscherflächen, Brennraum und Wasserfüllung, dem Öl- oder Gasbrenner sowie der regeltechnischen Ausstattung.

Bodenstehende Heizkessel und solche mit Verbrennungsluft-Versorgung direkt aus der Umgebung benötigen in der Regel einen eigenen Heiz- oder Technikraum für ihre Aufstellung. Ab 50 kW Wärmeerzeugerleistung muss dieser auch eine Reihe von Auflagen erfüllen. Wandhängende Geräte können wahlweise raumluftunabhängig und damit auch innerhalb des Wohnbereichs installiert werden. Sie sind außerordentlich flexibel einsetzbar und machen einen eigenen Heizraum und sogar Schornstein überflüssig. Allerdings bietet ein Heizraum, wie auch der Schornstein, Vorzüge, die insbesondere auf längere Sicht sehr wertvoll sein können. So sind kostengünstige raumluftabhängige Wärmeerzeuger beliebiger Brennstoffarten einsetzbar. Bei raumluftunabhängig betriebenem Wärmeerzeuger ist der Aufstellraum auch anderweitig, z.B. als Hobbyraum, nutzbar. Auch bietet der Aufstellraum den Vorteil, dass eventuell gewünschten, solaren Systemerweiterungen keine Grenzen gesetzt sind. Hinzu kommt, dass hier weder Geräuschentwicklungen noch Servicearbeiten am Heizkessel stören.

 

Heizkreis

Ein oder mehrere Heizkörper bilden mit den dazugehörigen Komponenten wie Pumpe, usw. einen Heizkreis - gleiches gilt auch für die Fußbodenheizung. So werden z. B. beim Einfamilienhauses, in welchem sowohl Heizkörper als auch ein Fußbodenheizungssystem zum Einsatz kommen, die Heizkörper zu einem Heizkreis zusammengefasst und die Fußbodenheizung, die mit niedrigeren Temperaturen betrieben wird, zu einem zweiten Heizkreis.

 

Heizkurve

Um an kalten Tagen mehr Heizleistung übertragen zu können, müssen die Heizkörper höher temperiert sein als an milden Tagen. Dieser Zusammenhang von Außentemperatur und Heizflächentemperatur wird als "Heizkurve" bezeichnet.

 

Heizleistung

Die erforderliche Heizleistung ist bei durchgehender Beheizung im Wesentlichen abhängig von der jeweiligen (aktuellen) Außentemperatur. Die Heizungsanlage, insbesondere die Kesselleistung, wird nach dem Bedarf der kältesten Tage dimensioniert. Dazu kommen evtl. Zuschläge für die Warmwasserbereitung und für unterbrochenen Heizbetrieb. Die Brennerleistung kleinerer Kessel ist häufig unveränderlich auf den höchsten Bedarf ausgelegt. Bei geringerem Bedarf erfolgt die Leistungsanpassung über Brenner-Ein/Aus-Schaltungen. Zunehmend setzen sich Brenner mit veränderlicher, - "modulierender" - oder auch gestufter Leistung durch.

 

Heizwert

Brennwert (Hs) und Heizwert (Hi) bezeichnen den Energieinhalt eines Brennstoffs. Der Heizwert bezieht sich dabei auf das Wärmepotenzial, das allein auf den trockenen Teil der bei der Verbrennung entstehenden Verbrennungsgase zurückzuführen ist. Unter Brennwert wird der gesamte Wärmeinhalt verstanden, der sich aus dem Wärmepotential des trockenen und feuchten Verbrennungsgases zusammensetzt.

Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung der Brennstoffe, weisen diese unterschiedlich hohe Brenn- und Heizwerte auf. Beide werden in der Regel bei festen Brennstoffen in Kilowattstunde pro Kilogramm (kWh/kg), bei flüssigen Brennstoffen in Kilowattstunde pro Liter (kWh/ltr.) und bei gasförmigen Brennstoffen in Kilowattstunde pro Kubikmeter (kWh/m³) angegeben.
 

  Einheit Heizwert Brennwert
Erdgas E kWh/m3 10,4 11,5
Heizöl EL kWh/ltr. 10,0 10,6
Laubholz
Nadelholz
kWh/kg 4,3
3,7
4,8
4,1
Braunkohle-
briketts
kWh/kg 5,3 5,6
Steinkohle-
briketts
kWh/kg 9,0 9,2
Koks kWh/kg 8,2 8,3

 

Heizöl

Heizöl gehört wie Erdgas zu den bevorzugt eingesetzten Brennstoffen in Deutschland. Heizöl besteht überwiegend aus Kohlenstoff. Der Wasserstoffanteil ist mit 13 bis 16% (Gewichts ) niedriger als der von Erdgas. Folglich wird bei der Verbrennung weniger Wasser(dampf) gebildet und der Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert ist entsprechend geringer.

Als leitungsungebundener Brennstoff ist Heizöl prinzipiell überall einsetzbar. Preisvorteile entstehen durch freie Wahl des Händlers sowie Einkauf in größeren Mengen. Ebenso wie Erdgas hat Heizöl sehr gute Voraussetzungen für einen weitgehend umweltschonenden Einsatz. Die Verwendung von flüssigem Brennstoff wie Heizöl setzt jedoch voraus, dass dieser erst in die gasförmige Phase überführt wird, um anschließend mit dem Luftsauerstoff zu reagieren. Das Öl wird unter hohem Druck durch eine Düse gepresst, in Rotation versetzt und so in feinste Tröpfchen zerrissen. Über ein Gebläse wird die benötigte Verbrennungsluft zugeführt. Die Zündung des Luft-Gas-Gemisches erfolgt beim Brennerstart über Zündelektroden, während der Brennerlaufzeit durch die Flamme selbst.

 

Holzbrennstoffe

Holz ist ein regenerierbarer, natürlicher Brennstoff. Voraussetzung für seine effiziente Energieausnutzung ist, dass er lufttrocken verheizt wird. Dazu sind etwa 2 Jahre trockene Lagerung notwendig. Je nach Holzart unterscheiden sich die Heizwerte der Hölzer. So haben Nadelhölzer einen Heizwert von ca. 4,5 kWh/kg und Laubhölzer ca. 4,1 kWh/kg.

 

Kachelofen

Kachelöfen werden vom Kachelofensetzer individuell geplant und errichtet. Je nach System kann der Kachelofen zur Beheizung eines Raumes oder eines Wohnhauses und/oder in Verbindung mit einem Warmwasser-Speicher zur Trinkwassererwärmung dienen. Von der Funktion her ist zwischen dem Grundkachelofen und dem Warmluftkachelofen zu unterscheiden.

 

Kaminofen

Kaminöfen sind industriell gefertigte Öfen mit Verkleidungen aus Stahlblech, Kacheln oder Speckstein. Als Brennstoff werden überwiegend feste Brennstoffe und in Einzelfällen Öl oder Gas verwandt. Da Kaminöfen transportabel sind, eignen sie sich auch für Mietwohnungen.

 

Kohlebrennstoffe

Im Bereich der Kachelöfensysteme sind Braun- und Steinkohlebriketts sowie Koks die gebräuchlichsten Kohlebrennstoffe - mit Schwergewicht auf Braunkohlebriketts. Koks und Steinkohlebriketts führen zu hoher Temperaturbelastung und erfordern eine entsprechende Geräteeignung.

 

Kombispeicher

Kombispeicher bestehen aus zwei Speichern, einem Pufferspeicher und einem - im oberen Bereich des Puffer-Speichers integrierten - Warmwasser-Speicher. Anstelle des Warmwasser-Speichers kann auch eine Heizspirale integriert sein, die das Wasser im Durchfluss erwärmt. Einsatzgebiet von Kombispeichern ist z. B. die kombinierte solare Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung.
 

Kondenswasser

Beim Betrieb von Heizkesseln entsteht Kondenswasser, wenn der bei der Verbrennung gebildete Wasserdampf unter die Taupunkttemperatur abgekühlt wird.

Die Beschaffenheit von Kondenswasser aus Heizkesseln wird in erster Linie von der Zusammensetzung des Brennstoffs sowie der Art der Verbrennung beeinflusst. Beim Kondensationsvorgang lösen sich Abgasbestandteile, die das Kondenswasser für gewöhnlich sauer reagieren lassen. Maßstab hierfür ist der pH-Wert. Als Hauptsäurebildner ist das bei der Verbrennung entstehende Kohlendioxid zu nennen, das im Kondenswasser zu Kohlensäure reagiert. Die Entstehung von Stickoxiden, die im Kondenswasser Salpetersäure bilden können, lässt sich durch optimierte Verbrennungsbedingungen mit niedrigen Temperaturen minimieren. Das Vorhandensein von Schwefelsäure wird durch den im Brennstoff enthaltenen Schwefel bestimmt. Aufgrund der aggressiven Eigenschaft von Säuren, lassen sich im Kondenswasser je nach Säurestärke und entsprechend verarbeiteten Materialien ggf. auch Metallkonzentrationen feststellen. Die Menge des beim Brennwertbetrieb anfallenden Kondenswassers hängt aufgrund des unterschiedlichen Feuchte- und Wasserstoffgehaltes wesentlich von dem zum Einsatz kommenden Brennstoff und dem Brennstoffdurchsatz ab. Außerdem spielt hierbei die Menge und Feuchtigkeit der beim Verbrennungsprozess beteiligten Luft sowie die erzielbare Abgastemperatur eine Rolle. Für die maximal erreichbare Kondenswassermenge kann für Gasfeuerungen von 0,14 ltr./kWh und für Ölfeuerungen von 0,08 ltr./kWh ausgegangen werden.

 

Luftsprudler (Perlator)

Die Luftsprudler (Perlator) werden meistens an Badezimmerarmaturen eingesetzt. Sie verhindern das Spritzen des Wassers. Hartes Leitungswasser und auftretender Schmutz in den Leitungen sorgen dafür das der Wasserhahn anfängt zu spritzen. Ein kurzes Reinigen oder austauschen des Siebes verhindert dies im Regelfall.

Lüftungssystem

In modernen Fertighäusern ist die Luftdichtigkeit so gut, dass eine Lüftungsanlage notwendig wird. Um Wärmeverluste niedrig zu halten, sollte hierbei eine Wärmerückgewinnung eingesetzt werden, dabei wird die kalte Zuluft durch die warme Abluft erwärmt.

Lufterhitzer

Ein Lufterhitzer ist ein Bestandteil einer Heizung oder Lüftungsanlage in welchem die durchströmende Luft erwärmt wird. Die Aufheizung der Luft kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Es gibt z.B. direkt beheizte Lufterhitzer, an diesen Geräten ist ein Gas- oder Ölbrenner montiert.

 

Mischer

Aufgabe des Mischers ist das Vermischen unterschiedlich temperierter Heizwassers. Z. B. hat das vom Heizkessel kommende Heizwasser eine höhere Temperatur als für eine Fußbodenheizung benötigt wird. Im Mischer wird dieses mit dem abgekühlten, zum Heizkessel zurückfließenden, Heizwasser gemischt und dem Rohrnetz der Fußbodenheizung mit einer entsprechend niedrigeren Temperatur zugeführt.

 

Neutralisation

Unter Neutralisation wird die Umwandlung von zumeist sauer reagierenden Stoffen in einen neutralen Zustand wie z.B. Wasser verstanden. Dazu kommen entsprechend chemisch reagierende Substanzen zum Einsatz. In der Heiztechnik betrifft die Neutralisation insbesondere das bei dem Betrieb von Brennwertkesseln anfallende Kondenswasser.

Kondenswasser aus Brennwertkesseln wirkt aufgrund der sauren Beschaffenheit korrosionsfördernd. Deshalb sind bei der Ableitung von Kondenswasser zum Schutz der Abwasseranlagen grundsätzlich die örtlichen Bestimmungen der kommunalen Abwasserbehörden zu achten. Diese richten sich oft nach dem Arbeitsblatt ATV – A251, das im Wesentlichen die Zulässigkeit der Einleitung des Kondenswassers mit und ohne Neutralisationseinrichtung nach der Kesselleistung differenziert.
Ist eine Neutralisation von saurem Kondenswasser aus Brennwertkesseln erforderlich, sind die entsprechende Einrichtungen grundsätzlich zwischen dem Kondenswasseraustritt des Brennwertkessels und dem Anschluss an das öffentliche Abwassernetz einzubauen. Diese sind mit entsprechenden Neutralisationsmitteln ausgestattet und werden für kleinere Kondenswassermengen üblicherweise nach dem Durchlaufprinzip ausgeführt.
In kleineren Neutralisationseinrichtungen sind Granulate die zur Zeit wohl gebräuchlichsten Neutralisationsmittel. Sie bestehen für gewöhnlich aus natürlichen Substanzen. Ein gängiges Neutralisationsmittel ist z.B. eine Granulatmischung aus Magnesiumoxid und –hydroxid, dass u.a. auch bei der Mörtelbereitung in der Bauindustrie Verwendung findet. Das Material verbindet sich mit der im Kondenswasser maßgeblich enthaltenen Kohlensäure.
 

Niedertemperaturkessel

Niedertemperaturkessel werden temperaturveränderlich zwischen (theoretisch) Raumtemperatur und maximal etwa 80°C betrieben. Niedertemperaturkessel sind so konstruiert, dass die Kondensation des bei der Verbrennung gebildeten Wasserdampfs in den Heizgaswegen des Kessels weitgehend vermieden wird.

Niedertemperaturkessel kommen vor allem in Verbindung mit Heizöl zum Einsatz. Heizöl bildet bei der Verbrennung weniger Wasserdampf als Erdgas, entsprechend geringer ist der energetische Zugewinn durch Brennwertnutzung. Öl-Brennwertkessel konnten sich deshalb noch nicht so durchsetzen wie Gas-Brennwertkessel.
Die Leistungsbandbreite geht als Guss- oder Stahlkonstruktion von etwa 17 kW bis zu mehreren Tausend kW. Durch konstruktive Maßnahmen, z.B. spezielle interne Wasserleittechniken, (Thermostream-Prinzip) wird die schädliche Kondensatbildung vermieden.
Der "Norm-Nutzungsgrad" (nach DIN 4702/8 messtechnisch ermittelt) erreicht, auf Heizwert bezogen, Werte bis um 95%. Auf Brennwert bezogen sind dies etwa 86%.

 

Niedertemperaturtechnik

Moderne Heizkessel arbeiten heute nach dem Niedertemperaturprinzip. D.h., ihre Betriebstemperatur wird dem Wärmebedarf des Gebäudes in Abhängigkeit von der Außentemperatur angepasst.

 

Offene Kaminsysteme

Offene Kaminsysteme unterscheiden sich durch ihre Feuerraumgestaltung und ihre Verkleidung (Marmor, Speckstein, verputzte oder gekachelte Flächen). Entsprechend der Feuerraumgestaltung unterteilen sich die offenen Kaminsysteme in offene Kamine ohne oder mit Heizeinsatz und in Heizkamine.

Offene Kamine besitzen einen handwerklich errichteten Brennraum aus Schamottesteinen und werden mit offenem Brennraum betrieben. Die Wärmeabgabe erfolgt allein durch die Strahlungswärme des Brennraums.
Der thermische Wirkungsgrad ist bei Einsatz des Brennstoffes Holz mit ca. 10 bis 20 % relativ gering. Offene Kamine benötigen einen eigenen Schornstein.
Bei diesem Kaminsystem ist in den offenen Kamin ein industriell gefertigter Kamineinsatz aus Grauguss oder Stahl integriert. Der Betrieb ist sowohl bei geöffneten als auch bei geschlossenen Sichtfensterscheiben möglich.
Bei offenem Brennraum wird Holz als Brennstoff eingesetzt. Der Wirkungsgrad erreicht etwa 30%. Bei geschlossener Betriebsweise können auch Braunkohlebriketts verheizt werden. Der Wirkungsgrad übersteigt 60%. Grundsätzlich erfolgt die Wärmeabgabe durch Strahlung aus dem Brennraum und Konvektion.
Wegen der relativ geringen Wirkungsgrade dürfen gemäß der 1. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmisionsschutzgesetzes (1. BlmSchV) alle offenen Kamine nur gelegentlich betrieben werden.
Wie auch beim offenen Kamin mit Kamineinsatz ist in den Heizkamin ein Kamineinsatz - allerdings mit selbstschließender Tür - integriert. Das heißt, Heizkamine können nur mit geschlossenem Brennraum betrieben werden. Sie unterliegen dafür aber nicht der Beschränkung auf gelegentlichen Betrieb.
Als Brennstoffe können je nach Zulassung Holz und schwarze Brennstoffe wie Braunkohlebriketts eingesetzt werden. Ihre Wärme geben sie in Form von Strahlung und Konvektion mit einem Wirkungsgrad von über 70 % ab.
Eine Sonderform des Heizkamins ist der wasserführende Einsatz, mit dem zusätzlich zur Beheizung eines Raumes auch die Bereitstellung von Warmwasser möglich ist.

 

Ölbrenner

Bei Ölbrennern kann aufgrund der Flammenfärbung grundsätzlich zwischen Gelb- und Blaubrennern unterschieden werden. Blaubrenner weisen durch die nahezu vollständige Ölvergasung eine besonders saubere Verbrennung auf. Beim Gelbbrenner ist die Flammenfärbung auf glühende Kohlenstoffpartikel zurückzuführen. Eine Weiterentwicklung des Gelbbrenners stellt der Transparentbrenner dar.

Das Grundprinzip moderner Ölbrenner beruht auf der möglichst vollständigen Ölzerstäubung. Das Öl wird dabei zunächst vorgewärmt und dann durch eine Düse gedrückt, wobei es in Rotation versetzt wird und in feinste Öltröpfchen zerstäubt. Es entsteht ein Ölnebel, der hinter der Düse einen breiten Kegel bildet. Diesem wird zum einen Verbrennungsluft sowie heiße Heizgase zugeführt. Dadurch verdampft das Öl und es entsteht ein Gas-Luft-Gemisch, das nach Zündung verbrennt. Blaubrenner arbeiten dabei mit einem höheren Gebläsedruck was im Gegensatz zu Gelb- bzw. Transparentbrennern zu einer intensiveren Rückführung von Heizgasen aus der Verbrennungszone führt. Dadurch wird eine nahezu vollständige Ölverdampfung und eine praktisch rückstandslose Verbrennung erreicht.

 

pH-Wert

Das Maß der Säurehaltigkeit von Flüssigkeiten wird im Allgemeinen mit dem pH-Wert ausgedrückt. Neutrale Flüssigkeiten wie Wasser ist ein pH-Wert von 7 zugewiesen. Stoffe mit niedrigerem pH-Wert werden als sauer, Stoffe mit höherem pH-Wert als basisch bezeichnet.

 

Raumluftabhängige Betriebsweise

Bei raumluftabhängiger Betriebsweise wird die für die Verbrennung benötigte Luft dem Heiz- oder Technikraum entnommen. Das ist zulässig, weil diese Aufstellräume nicht für den ständigen oder längeren Aufenthalt von Personen vorgesehen sind. Raumluftabhängig betriebene Heizkessel können nicht im Wohnbereich, wie Küche oder Badezimmer, aufgestellt werden.
 

Raumluftunabhängige Betriebsweise

Bei raumluftunabhängiger Betriebsweise wird die für die Verbrennung benötigte Luft dem Heizkessel direkt aus dem Freien zugeführt und nicht dem Aufstellraum entnommen. Sog. Luft-Abgas-Systeme sind Rohr-in-Rohr-Konzepte: Im Innenrohr wird das Abgas ins Freie geleitet und in dem Ringspalt zwischen äußerem und innerem Rohr wird die Verbrennungsluft dem Gerät zugeführt.

 

Raumtemperaturgeführte Regelung

Die Vorlauftemperatur des Heizmediums wird in Abhängigkeit der Raumtemperatur eines gewählten Referenzraumes geregelt. Alle auf einen Raum wirkenden Einflussgrößen, wie z. B. Fremdwärmegewinne durch Sonneneinstrahlung, werden bei der Raumtemperaturmessung erfasst und bei der Wahl der Vorlauftemperatur entsprechend berücksichtigt.

 

Regelung

Die Heizungsregelung hat die Aufgabe, für angenehme und raumindividuelle Wärme zu sorgen. Je nach Ausstattung regelt sie ein oder mehrere Heizkreise mit unterschiedlichen Vor- und Rücklauftemperaturen. Auch kann sie die Erzeugung von Warmwasser oder die regeltechnische Einbindung von Sonnenenergie in das bestehende Heizsystem koordinieren.

 

Solaranlage

Die Solaranlage wandelt die Strahlungsenergie der Sonne in Wärmeenergie um, so dass diese zur Trinkwassererwärmung und/oder zur Heizungsunterstützung genutzt werden kann. Wesentliche Bestandteile einer Solaranlage sind die Sonnenkollektoren, der Wärmespeicher, das verbindende Rohrnetz mit Pumpe und Sicherheitseinrichtungen sowie das Regelsystem. Große Bedeutung kommt dem Flächenabsorber des Sonnenkollektors zu. Der Absorber ist eine dunkel eingefärbte Metall- oder Kunststoffplatte mit einem Rohrregister auf dessen Rückseite.
Durch das Auftreffen von Sonnenstrahlen heizt sich die Absorberfläche und die im Rohrregister befindliche Wärmeträgerflüssigkeit auf. Die im Absorber herrschende Temperatur wird von einem Regelgerät erfasst und mit der Temperatur beispielsweise im Warmwasser-Speicher verglichen. Bei einer entsprechenden Temperaturdifferenz schaltet die Umwälzpumpe ein. Die erwärmte Wärmeträgerflüssigkeit wird vom Absorber zum Warmwasser-Speicher gefördert und die abgekühlte Trägerflüssigkeit vom Warmwasser-Speicher zurück zum Absorber.
Falls die Sonnenenergie nicht ausreicht, um das Wasser im Warmwasser-Speicher entsprechend zu temperieren, wird die Trinkwassererwärmung über den konventionellen Heizkessel sichergestellt.
Je nach Verwendung der Solaranlage - ob für Trinkwassererwärmung und/oder Heizungsunterstützung - kommt anstelle des bivalenten Warmwasser-Speichers ein Puffer- oder Kombispeicher zum Einsatz.
Für bivalente Solaranlagen gibt es keine bindenden Dimensionierungsregeln, da das konventionelle System immer ergänzend einspringt. Die Erfahrung zeigt, dass bei etwa 60% Warmwasserdeckungsanteil die Investitionskosten im Verhältnis zur solaren Ausnutzung besonders günstig sind.
Als Faustregel kann gelten: Etwa 1,5 m² Kollektorfläche je Person und als Speichervolumen 50 bis 80 Liter je 1 m² Kollektorfläche.

 

Solarkreislauf

Der Solarkreislauf besteht im Wesentlichen aus dem gedämmten Rohrnetz mit Pumpe und Sicherheitseinrichtungen. Alle funktions- und sicherheitsrelevanten Komponenten des Solarkreislaufs sind in vorgefertigten Baugruppen (Komplettstation) erhältlich.

 

Solarspeicher

Je nach Nutzung der gewonnenen Wärme werden Warmwasser-, Kombi- oder Pufferspeicher eingesetzt.
Bivalente Warmwasser-Speicher finden in der Regel bei solarer Trinkwassererwärmung und Pufferspeicher bei Heizungsunterstützung Verwendung. Für die kombinierte Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung eignen sich Kombispeicher.

Der Speicher bildet die Schnittstelle zwischen dem Solarsystem und dem konventionellen Heizsystems, das immer dann einspringt, wenn nicht genügend Solarwärme angeboten wird.
Solarspeicher sind so aufgebaut, dass die erwärmte Solarflüssigkeit durch einen Glattrohr-Wärmetauscher geleitet wird, der sich in dem Speicher befindet. Je nach Konstruktion wird die Solarwärme an den gesamten oder an verschiedene Schichten des Speichers abgegeben.
Die Konstruktion des Thermosiphonspeichers (Schichtenladespeichers) zum Beispiel gewährleistet, dass im oberen Bereich des Speichers relativ schnell warmes Wasser mit der gewünschten Temperatur zur Verfügung steht, während die unteren Bereiche erst nach und nach aufgeheizt werden.
Das Funktionsprinzip des Thermosiphonspeichers beruht darauf, dass in dem betrachteten Temperaturbereich warmes Wasser eine geringere Dichte hat als kaltes, daher leichter ist und nach oben steigt.
Beim Thermosiphonspeicher ist um den Solarwärmetauscher ein Wärmeleitrohr angeordnet. Das Wärmeleitrohr ist unten mit einer Öffnung versehen, durch die das zu erwärmende Trinkwasser einströmt. Das Wasser erwärmt sich und steigt im Wärmeleitrohr nach oben, ohne sich mit dem umgebenden kälteren Wasser im Speicher zu vermischen.
Im oberen Bereich dieses Wärmeleitrohrs sind in regelmäßigen Abständen Ausströmöffnungen mit temperaturgesteuerten Rückschlagklappen eingesetzt, durch die das erwärmte Wasser in die Schicht des Speichers mit gleicher Temperatur gelangt.

 

Sonnenkollektoren

Es gibt verschiedene physikalische Prinzipien, Sonneneinstrahlung in Wärme umzuwandeln. Je nach Prinzip unterscheidet sich die Konstruktion des Sonnenkollektors. Im Wohnbereich zählen Flachkollektoren zu den dominierenden Bauformen. Sie zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise, ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und vielfältige Montagevarianten aus.
 

Taupunkt

Als Taupunkt wird der Zustand von Verbrennungsgasen beschrieben, bei dem diese vollständig mit Wasserdampf gesättigt sind. Dieser Zustand wird beim Abkühlen erreicht. Die zugehörige Temperatur ist die Taupunkttemperatur. Eine Unterschreitung der Taupunkttemperatur führt zur Kondensation des Wasserdampfes.

 

Taupunkttemperatur

Als Taupunkt wird der Zustand von Verbrennungsgasen beschrieben, bei dem diese vollständig mit Wasserdampf gesättigt sind. Dieser Zustand wird beim Abkühlen erreicht. Die zugehörige Temperatur ist die Taupunkttemperatur. Ein Unterschreiten der Taupunkttemperatur führt zur Kondensation des Wasserdampfes.
 

Thermostatventil

Das Thermostatventil hat die Aufgabe, die Wärmeabgabe eines Heizkörpers durch mehr oder weniger starkes Drosseln des Heizwasserstroms dem jeweiligen Raum-Wärmebedarf anzupassen.

 

Trinkwassererwärmung

In der Heiztechnik wird die Erzeugung von Warmwasser, z. B. zum Duschen oder Hände waschen, als Trinkwassererwärmung oder Warmwasserbereitung bezeichnet. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Trinkwassererwärmung: die Durchflusserwärmung oder die Speicherbevorratung.

Unit

Als Unit wird die herstellerseitig aufeinander abgestimmte Funktionseinheit bestehend aus dem Heizkessel, dem Öl- oder Gasbrenner sowie der regeltechnischen Ausstattung bezeichnet.

Untergestellter Warmwasser-Speicher

Hier ist der Kessel auf den Speicher gesetzt, so dass die gesamte Einheit wenig Stellplatzbedarf benötigt. Der Brenner ist für Servicearbeiten bequem zugänglich und weniger verschmutzungsanfällig. Typische Speichergröße bis 200 Liter.

Überdachmontage

Bei der Überdachmontage - auch Aufdachmontage genannt - werden die Sonnenkollektoren auf dem Dach befestigt, ohne dabei die Dachfläche grundsätzlich zu verändern.

 

Verbrennung

Bei der Verbrennung verbinden sich die brennbaren Bestandteile (z.B. Wasserstoff und Kohlenstoff) des Brennstoffs mit dem Luft-Sauerstoff. Hierbei wird Wärme freigesetzt.

 

Wandhängender Warmwasser-Speicher

Wandhängende Speicher mit bis zu 110 Liter sind in Verbindung mit Gas-Wandkesseln oder Thermen anzutreffen. Sie eignen sich zur Gruppenversorgung von Waschbecken mit Dusche. Bei größerem Warmwasserbedarf sind Gas-Wandkessel auch mit bodenstehenden Speichern nahezu beliebigen Speicherinhalts kombinierbar.

Warmluftkachelofen

Warmluftkachelöfen eignen sich für die Einzelraumheizung und die Beheizung mehrerer Räume. Herzstück eines Warmluftkachelofens ist der Heizeinsatz aus Grauguss oder Stahl. Je nach Brennstoff sind dem Heizeinsatz Nachheizflächen oder Heizgaszüge aus Keramik oder Stahlblech nachgeschaltet.

Warmwasser-Speicher

Bei autarker, d. h. vom Heizsystem unabhängiger, Warmwasserversorgung kommen meist elektrisch beheizte Kleinspeicher für Waschbecken oder auch größere Speicher für die Dusche zum Einsatz. Ist die zentrale Warmwasserversorgung an den Heiz-Wärmeerzeuger gekoppelt, stehen wandhängende, auf- und untergesetzte oder nebenstehende Speicher-Bauformen zur Wahl.

Warmwasser-Vorrangschaltung

Die Warmwasser-Vorrangschaltung unterbricht während der Trinkwassererwärmung, d. h. während der Aufheizung des Warmwasser-Speichers, die Raumbeheizung. Dies geschieht, in dem die Heizkreis-Umwälzpumpe ausschaltet, die Speicherladepumpe einschaltet und das Heizwasser auf die erforderliche Temperatur, z. B. 75 °C, gebracht wird.

Warmwasserbedarf

Mit dem Warmwasserbedarf wird die für den Verbrauch benötigte Menge an erwärmten Trinkwasser beschrieben. Diese ist neben den individuellen Gewohnheiten der Personen vor allem von der zu versorgenden Personenanzahl sowie Art und Anzahl entsprechend installierter Warmwassereinrichtungen bzw. –armaturen abhängig.

Warmwasserkomfort

Unter Warmwasserkomfort wird verstanden, dass erwärmtes Trinkwasser über einen vom Benutzer festgelegten Zeitraum in der benötigten Menge mit der gewünschten Temperatur zur Verfügung steht. Zum Komfort gehört außerdem eine konstante Wassertemperatur während der Entnahme.

Wartung

Die regelmäßige Prüfung der Heizungsanlage auf einwandfreie Funktion und Beseitigung der aufgefundenen Mängel wird in der Heiztechnik als Wartung bezeichnet. Diese sollte einmal jährlich durch den Heizungsfachmann durchgeführt werden.

Wärmeabgabe von Raumheizflächen

Heizflächen geben ihre Wärme durch Konvektion und Strahlung ab. Konvektiv ist die Wärmeabgabe, wenn die Raumluft an den Heizflächen vorbeistreicht und sich dabei erwärmt. Über Strahlung wird die Lufttemperatur nicht direkt beeinflusst, wohl aber die Temperatur der Raumflächen. Insbesondere durch die richtige Platzierung der Heizflächen kann die "Kaltstrahlung" von Außenwänden und Fenstern ausgeglichen werden.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe befördert Wärme aus einem mäßig warmen Medium (Erde, Luft, Grundwasser) zur Heizung. Umweltschonend, da mit kleinem Energieaufwand (Strom) viel Heizenergie (typischerweise das drei- bis fünffache) gewonnen wird.

Wärmeschutzverordnung

In der Wärmeschutzverordnung - oder auch Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz bei Gebäuden genannt - ist der maximal zulässige Wärmebedarf für Neubauten oder auch für nachträgliche Anbauten an bestehende Häuser festgelegt.

Wärmeträgermedium

Das Wärmeträgermedium einer Solaranlage hat die Aufgabe, die im Absorber gewonnene Energie zum Wärmespeicher zu transportieren. Das Wärmeträgermedium darf nicht umweltschädigend und giftig sein. Es muss vollständig abbaubar und frostsicher sein.

Wärmeverteilsystem

Über das Wärmeverteilsystem gelangt temperiertes Kesselwasser zu den einzelnen zu beheizenden Räumen. D. h., sobald die Heizungsanlage in Betrieb genommen wird, zirkuliert das Heizwasser zwischen Kessel und Heizflächen sowie bedarfsabhängig zwischen Kessel und Warmwasser-Speicher.

Wasseruhr

Wasseruhren werden in die Hauptleitungen von kaltem und warmen Wasser eingebaut, um den Wasserverbrauch eines Hauses oder einer Wohnung bestimmen zu können

Zentralheizung

Zentrale Heizsysteme weisen verschiedene Ausführungsvarianten auf, die aber immer auf die gleiche Grundform zurückzuführen sind. Diese besteht aus dem Heizkessel, dem Wärmeverteilsystem, zu dem das Rohrnetz einschließlich aller notwendigen Aggregate und Armaturen gehört, sowie den Raumheizflächen. Häufig ist dem Heizkessel auch die Warmwasserbereitung zugeordnet.
 

 

 

 

 

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Stand: 26. Mai 2006